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Rahmenterminplan Jugend 2015/2016 - 17.03.2015

Der Rahmenterminplan für den Jugendspielbetrieb auf Landesebene und für die Oberligen HH/SH für die kommende Saison 2015/2016 ist nach Beschluss des JA und  der Spielkommission hier online...
 

Der Terminplan für die C-Jugend weiblich und männlich wird umgehend nachgereicht, da es aktuell Änderungen bei den verbindlichen Meldungen gibt.

Altes Gym in Flensburg ist Talentschule des Leistungssports - 15.12.2014

Als dritte Schule Schleswig-Holsteins wurde jetzt das Alte Gymnasium in Flensburg zur "Kooperationsschule Talentförderung im Sport des Landessportverbandes Schleswig-Holstein" ernannt.

LSV-Vizepräsident Heinz Jacobsen überreichte die Plakette an Schulleiter Christoph Kindl. "Wir wollen damit Möglichkeiten unterstützen, die bestmögliche Entwicklung begabter Kinder und Jugendlicher in sportlicher, schulischer wie auch sozialer und persönlicher Hinsicht sicherzustellen." erläuterte Heinz Jacobsen den Gedanken der Auszeichnung. Schulleiter Kindl sah dieses als wundervolle Möglichkeit Talente im schulischen Alltag zu fördern, wenn in der Freizeit nicht mehr genügend Zeit vorhanden sei. Die Kooperation mit dem Verein "get in touch", der sich für die Förderung des Nachwuchsleistungshandballs einsetzt, sowie des Schwimmverbandes vor Ort, sieht die Schule als große Errungenschaft.

Sechs Siege und Platz fünf beim Länderpokal für den HVSH

- 19.01.2017

Verheißungsvoller Start ins neue Jahr: Die weibliche Auswahl des HSVH hat beim Länderpokal der Jahrgänge 2000 und jünger in Württemberg den fünften Platz belegt. In der Vorrundengruppe C konnte die Mannschaft des Trainerteams Jan-Niklas Richter und Helge Thomsen – welcher kurzfristig für den erkrankten Verbandstrainer Thomas Engler eingesprungen ist – alle ihre Spiele gewinnen und musste sich anschließend nur dem HV Niederrhein im Viertelfinale geschlagen geben. Durch zwei weitere Erfolge stand am Ende ein starker fünfter Platz zu Buche.

Der Länderpokal für die weiblichen Jahrgänge 2000 und jünger fand bereits zum zweiten Mal als großes Turnier mit allen 20 Landesverbänden statt und wurde wie im Vorjahr vom HV Württemberg ausgerichtet. So machte sich der HVSH-Tross schon am vergangenen Mittwoch auf den Weg gen Süden,

wo am Donnerstag die ersten Spiele der Gruppe C in Weil im Schönbuch anstanden. Und die HVSH-Mädels legten einen Start nach Maß hin: Gegen den Bremer HV gelang dem Team ein ungefährdeter 25:18-Erfolg und auch der HV Sachsen hatte beim anschließenden 25:17 keine Chance. Am Folgetag hatte das HVSH-Team weiterhin keine Probleme und konnte sich nach deutlichen Erfolgen gegen den HV Niedersachsen (36:17) und den Hamburger HV (28:18) mit 8:0 Punkten den Gruppensieg sichern.

Diese Platzierung hatte im Nachhinein allerdings den vermeintlich schwereren Anschlussweg zur Folge und während sich der HV Sachsen als Gruppenzweiter mühelos mit 27:17 gegen den Hessischen HV durchsetzte und ins Halbfinale einzog, musste sich der HVSH dem HV Niederrhein mit 25:31 geschlagen geben und spielte ‚nur‘ noch um Platz fünf bis acht. Der HV Sachsen verpasste zwar gegen den HV Württemberg knapp das Finale (20:22), wurde nach einem 26:13 gegen den HV Niederrhein aber Dritter. Mit einem erneut deutlichen 27:12 gegen den HV Mecklenburg-Vorpommern erreichten die Schleswig-Holsteiner dann das Spiel um Platz fünf und konnten dort den Hessischen HV ebenfalls souverän mit 31:21 bezwingen. Am Ende landete das Team so auf einem tollen fünften Platz. Den Titel beim diesjährigen Länderpokal sicherte sich der HV Westfalen nach einem deutlichen 26:17-Finalerfolg gegen die Gastgeber und Vorjahressieger vom HV Württemberg.

Nach dem Turnier zog auch Delegationsleiter Klemens Propf ein positives Fazit: „Insgesamt haben sich die Mannschaft und wir als Verband sehr gut präsentiert und konnten den anderen Verbänden zeigen, wie Handball in Schleswig-Holstein gespielt wird. Die Vorrunde lief dabei optimal: Gegen Sachsen ging unsere Taktik voll auf und die Torhüter haben ein sehr starkes Spiel gezeigt. Im Viertelfinale hat es dann leider nicht so gut geklappt und wir haben gegen eine athletischere und cleverere Mannschaft vom Niederrhein verdient verloren. Danach sind die Mädels aber nochmal stark zurückgekommen und haben mit dem fünften Platz ein tolles Ergebnis erzielt. Gerade weil wir in den letzten Jahren nicht in diesem Bereich waren, können wir damit sehr zufrieden sein. Das haben uns auch die DHB-Beobachter bestätigt, die vor allem von der offensiven Abwehr über einen längeren Zeitraum beeindruckt waren“, so Propf, der ergänzte: „Am Ende war es eine rundum gelungene Veranstaltung, die sehr gut organisiert war und für die 2000er einen tollen Abschluss ihrer Förderungszeit darstellte. Zudem hatten schon ein paar Mädchen des jüngeren Jahrgangs die Möglichkeit, bei den älteren reinzuschnuppern und sich mit ihnen zu messen.“


Das HVSH-Team:

Tor: Merle Müller (SV Henstedt/Ulzburg) und Nele Reese (SG Handball Eidertal)
LA: Anna Thomssen (HSG Marne/Brunsbüttel) und Anni Knutzen (SG Todesfelde/Leezen)
RL: Aimee von Pereira (MTV Herzhorn), Ellis Bruhn (HSG Marne/Brunsbüttel) und Jane Andresen (HSG HNH)
RM: Leonie Thomssen (HSG Marne/Brunsbüttel) und Katha Fahl (HSG Marne/Brunsbüttel)
RR: Levke Kretschmann (HSG Marne/Brunsbüttel) und Nele Nehmer (HSG Marne/Brunsbüttel)
RA: Antonia Sittig (VfL Bad Schwartau) und Lea Janßen (HSG Marne/Brunsbüttel)
KM: Karina Mader (HSG Marne/Brunsbüttel), Jule Nieuwstraaten (VfL Bad Schwartau) und Marja Maske (HSG Marne/Brunsbüttel)

Trainer/Offizielle:
Klemens Propf, Helge Thomsen, Jan-Niklas Richter, Kerstin Meiners, Christina Grünwald

Reserve
Tor: Beatrice Kasten (VfL Bad Schwartau)
LA: Stine Janßen (HSG HNH)
RA: Judith Tiedtjen (VfL Bad Schwartau)
RL: Lisa Ohlf (HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg) und Jule Meisner (VfL Bad Schwartau)
RR: Katha Ley (HG OKT)
KM: Marie Pfleiderer (HSG Marne/Brunsbüttel)
RM: Emily Koch (SV Henstedt/Ulzburg)


DHB-Länderpokal w2000 in Sindelfingen - HVW

- 10.01.2017

Vom 12. bis 15. Januar findet die Neuauflage des weiblichen Länderpokals in Württemberg statt. Nach der Premiere im vergangenen Jahr, bei der erstmals der Deutsche Meister der Landesverbände an einem zentralen Ort ausgespielt wurde, findet auch 2017 der weibliche Länderpokal in Württemberg statt. In diesem Jahr kämpfen die Mädchen des Jahrganges 2000 und jünger um den Sieg im Länderpokal . Die Vorrunden werden am Donnerstag und Freitag in Leonberg, Schwieberdingen, Weil am Schönbuch und Rutesheim ausgetragen Das große Finale steigt am Sonntag in der Göppinger EWS-Arena.
 

HVSH-Auswahl w2000 Spielplan - Ergebnisse Gruppe C:

12.01.2017 um 16.30 Uhr HVSH vs. Bremer HV 25:18
12.01.2017 um  19.30 Uhr HVSH vs. HV Sachsen 25:17
13.01.2017 um  13.30 Uhr HVSH vs. HV Niedersachsen 36:17                    
13.01.2017 um 16.30 Uhr HVSH vs. Hamburger HV 28:18
14.01.2017 Viertelfinale um 10.30 Uhr HVSH vs.HV Niederrhein 25:31
14.01.2017 um 15.00 Uhr Platz 5 - 8 HVSH vs. HV Meckl.-Vorpommern 27:12
15.01.2017 um 12.00 Uhr Spiel um Platz 5 HVSH vs. Hessischer HV 31:21

 

 

 

 



 


HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zum 5. Platz beim DHB-Länderpokal 2017!


Der HVSH-Kader:

Tor: Merle Müller (SV Henstedt/Ulzburg) und Nele Reese (SG Handball Eidertal)
LA: Anna Thomssen (HSG Marne/Brunsbüttel) und Anni Knutzen (SG Todesfelde/Leezen)
RL: Aimee von Pereira (MTV Herzhorn), Ellis Bruhn (HSG Marne/Brunsbüttel) und Jane Andresen (HSG HNH)
RM: Leonie Thomssen (HSG Marne/Brunsbüttel) und Katha Fahl (HSG Marne/Brunsbüttel)
RR: Levke Kretschmann (HSG Marne/Brunsbüttel) und Nele Nehmer (HSG Marne/Brunsbüttel)
RA: Antonia Sittig (VfL Bad Schwartau) und Lea Janßen (HSG Marne/Brunsbüttel)
KM: Karina Mader (HSG Marne/Brunsbüttel), Jule Nieuwstraaten (VfL Bad Schwartau) und Marja Maske (HSG Marne/Brunsbüttel)

Trainer/Offizielle:
Klemens Propf, Helge Thomsen, Jan-Niklas Richter, Kerstin Meiners, Christina Grünwald

Reserve
Tor: Beatrice Kasten (VfL Bad Schwartau)
LA: Stine Janßen (HSG HNH)
RA: Judith Tiedtjen (VfL Bad Schwartau)
RL: Lisa Ohlf (HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg) und Jule Meisner (VfL Bad Schwartau)
RR: Katha Ley (HG OKT)
KM: Marie Pfleiderer (HSG Marne/Brunsbüttel)
RM: Emily Koch (SV Henstedt/Ulzburg)


Den Trailer zum Länderpokal anschauen – hier klicken…

Weitere Informationen erhaltet Ihr hier…

Den Spielplan findet ihr hier…


Dritter Platz beim Länderpokal für den HVSH

- 21.12.2016

Der männliche Jahrgang 2000 hat beim diesjährigen Länderpokal in Berlin den dritten Platz belegt. Nachdem die Mannschaft des HVSH alle Spiele in der Gruppe D gewinnen konnte und auch im Viertelfinale den HV Baden besiegte, musste sie sich im Halbfinale erst nach der Verlängerung knapp dem späteren Sieger aus Sachsen-Anhalt geschlagen geben. Zum Abschluss gelang dann ein weiterer Erfolg gegen den HV Württemberg, sodass am Ende, wie schon im Vorjahr, ein guter dritter Platz zu Buche stand. Zudem wurden in Juri Knorr und Lars Meereis zwei Spieler aus Schleswig-Holstein in das Allstar-Team gewählt.

 

Die HVSH-Auswahl des männlichen Jahrgangs 2000 war beim Länderpokal schon am ersten Turniertag sofort auf Betriebstemperatur und konnte zum Auftakt gegen den HV Rheinland-Pfalz mit 24:18 gewinnen. Im zweiten Spiel wartete dann der Top-Favorit, der HV Hessen, doch auch dieser wurde mit 21:19 geschlagen. Am zweiten Tag gelang mit 25:19 der nächste Erfolg gegen den HV Mittelrhein und auch mit dem HV Thüringen hatten die Schützlinge von Trainer Martin Schmidt beim 43:20 keine Probleme. So konnte die Gruppe D souverän mit 8:0 Punkten und 113:76 Toren gewonnen werden, bevor im Viertelfinale der Badische HV, als Zweitplatzierter der Gruppe C wartete. Mit 29:17 behielten die Schleswig-Holsteiner erneut die Oberhand und das Halbfinal-Aufeinandertreffen mit dem HV Sachsen-Anhalt sollte das vorweggenommene Finale werden.

 

Der HVSH kam dabei gut in die Partie und brachte sich zur Pause bereits mit 17:10 in Front, doch im zweiten Durchgang stellte der Gegner auf eine Manndeckung um und den HVSH vor Probleme. So konnte Sachsen-Anhalt Tor um Tor aufholen, bevor Schleswig-Holstein sich besser darauf einstellte und das Spiel ausgeglichen verlief. Bis zum Schlusspfiff konnte sich aber keine  Mannschaft mehr absetzen und es ging in die Verlängerung. Dort zog der HVSH etwas unglücklich mit 31:32 knapp den Kürzeren und musste sich mit dem Spiel um Platz drei begnügen, das gegen den HV Württemberg mit 27:25 gewonnen wurde, während Sachsen-Anhalt das Finale gegen den HV Berlin deutlich mit 26:17 gewann und sich zum Sieger des diesjährigen Länderpokals krönte. Juri Knorr vom VfL Bad Schwartau und Lars Meereis vom THW Kiel durften sich darüber hinaus über die Wahl ins Allstar-Team freuen.

 

Auch wenn bei diesem Turnierverlauf sogar noch mehr drin gewesen wäre, konnte die HVSH-Auswahl, wie schon im Vorjahr, mit einem sehr guten dritten Platz überzeugen und auch Auswahltrainer Martin Schmidt zog ein positives Fazit: „Ich bin total begeistert, was jeder Einzelne geleistet hat und die Jungs gemeinsam gerissen haben. Wir hatten wohl die stärkste Gruppe, konnten Hessen als Favoriten aber schlagen und auch die anderen Spiele souverän gewinnen, sodass wir die Vorrunde ohne Punktverlust überstanden haben und auch das Viertelfinale deutlich gewinnen konnten. Das Halbfinale war dann unfassbar eng. Die erste Hälfte haben wir dominiert, doch mit der Manndeckung, die uns eigentlich hätte liegen müssen, kamen wir an diesem Tag leider nicht so gut klar. Bevor wir uns darauf eingestellt hatten, war der Vorsprung dahin und am Ende haben wir nach einer offenen Verlängerung leider etwas unglücklich verloren. Trotzdem bin ich mit der Leistung komplett zufrieden, auch wenn es natürlich schade ist, dass wir das Finale nicht erreicht haben. Denn wir waren dicht dran und wenn man das Ergebnis sieht, glaube ich, dass auch wir die Qualität und eine große Chance gehabt hätten, zu gewinnen“, so Schmidt, der ergänzte: „Insgesamt ist der Länderpokal für den Handball in dieser Altersklasse ein unfassbar tolles Turnier, mit einem tollen Rahmenprogramm. Das war ein super Abschluss für diesen Jahrgang und alle, von eins bis 16 sowie das Team um das Team, haben super funktioniert. Ich hoffe, dass diese Chance auch für die kommenden Jahrgänge weiter besteht, denn es ist ein super Event und wird für viele ein Highlight in ihrem Sportlerleben bleiben.“


Ein Nordlicht in Baden - Hendrik Pekeler

- 15.12.2016

Mit Deutschland und den Rhein-Neckar Löwen hat Hendrik Pekeler das Jahr 2016 zu seinem gemacht. Europameister, deutscher Champion, Bronzemedaille bei Olympia. Zum Jahresabschluss kommt er zurück nach Kiel. Vorerst nur zum Punktspiel beim THW. Medienmannschaft-Mitglied Frank Heike hat mit ihm gesprochen und ein wenig in seiner Vergangenheit geforscht...

„Schöne Weihnachten“ – der freundliche Abschiedsgruß Hendrik Pekelers am Telefon wird für ihn persönlich ein frommer Wunsch bleiben. Zumindest dann, wenn man Weihnachten als das Fest der Familie betrachtet, und sich darauf freut, im Kreis der Liebsten mal zur Ruhe zu kommen. Alle Jahre wieder sehen die großen Feiertage zum Ausklang bei Handballprofis aber so aus wie in diesem Jahr: Zwei Spiele, viel Zeit auf der Autobahn, Training statt strahlender Kinderaugen.

Die Rhein-Neckar Löwen hat es diesmal besonders übel erwischt.

Am kommenden Mittwoch steht die Reise nach Kiel an; zwei Handball-Großmächte treffen aufeinander – THW gegen die Löwen. Heimfahrt am 22. Dezember, Übungsstunde einen Tag später, dann Heiligabend. Pekeler sagt: „Am 25. ist morgens Training, dann fahren wir nach Magdeburg. Dort spielen wir am 26.12. Das kann doch nicht sein! Das hat der Spielplangestalter einfach schlecht gemacht. Ein Heimspiel am zweiten Feiertag gegen Balingen, Stuttgart, Göppingen – das ist okay. Aber zweimal auswärts? So weit entfernt? Das ist sehr familienunfreundlich.“  

Seit einem Jahr gehört die kleine Fine Sophia zur Familie Pekeler, der große Stolz Hendriks und seiner Freundin Johanna, die aus Kiel stammt. Seit er eine Familie hat, fällt ihm das häufige Reisen mit den Löwen und der Nationalmannschaft noch schwerer. Immerhin plant Hendrik Pekeler ab dem 27. Dezember eine längere Reise heim nach Glückstadt, zu seinen Schwestern Jenny und Steffi und den Eltern Heike und Hein. Auch Hendriks Oma möchte die kleine Urenkelin schließlich gern sehen. „Man muss schon mal vier bis fünf Tage frei haben, damit es sich lohnt“, sagt Hendrik Pekeler, der mit seinen Liebsten (und zwei Hunden) im ländlichen Malsch wohnt. Der Ort hat 3000 Einwohner. „Das ist mitten in der Natur, einfach entspannt mit den Hunden, da hätten Mannheim oder Heidelberg nicht gepasst“, sagt er, „und es sind nur zehn Minuten zur Trainingshalle nach Kronau.“ Dort befinden sich die Wurzeln der Rhein-Neckar Löwen.

Seine hat er woanders. Pekeler, 25 Jahre alt, geboren in Itzehoe,  und der Norden, das passt. Das Badische Idiom hat er kein bisschen angenommen, hörbar Norddeutsch ist er unterwegs, „und das ist auch gut so“, sagt Hendrik Pekeler, Spitzname „Peke“ lachend. Er kommt sofort ins Rollen, wenn man mit ihm über früher spricht, die Anfänge beim ETSV Glückstadt, dann in Herzhorn und Bramstedt. Schwester Jenny brachte Hendrik mit zum Handball. Dort entdeckte ihn Anfang des Jahrtausends Gert Adamski, damals Landestrainer des Schleswig-Holsteinischen Handballverbandes (HVSH). „Hendrik war doppelt so groß wie alle anderen“, sagt Adamski schmunzelnd, „und ich kann mich an ein Turnier in Lübeck erinnern, da bekam er die Rote Karte, nur, weil ein Gegenspieler in ihn reingelaufen war. Der Kleinere fiel um, dabei hatte Peke nur die Arme ausgebreitet.“ Der ‚kleine’ (große) Pekeler verstand die Welt nicht mehr. Seine Erinnerung an Gert Adamski ist eine andere. Eine mit Wirkung: „Gert war ein harter Hund“, sagt Pekeler, „er hat mich immer angetrieben. Darüber haben wir gerade erst beim Supercup in Stuttgart wieder gescherzt.“ Adamski brachte ihn damals in den Nachwuchskader des Deutschen Handballbundes (DHB). Und dann – geriet einiges ins Rutschen.

Man könnte einen kompletten Text über Hendrik Pekelers verschlungene Wege vom Talent im schleswig-holsteinischen Süden zum Europameister 2016 schreiben, und die Story wäre zunächst nicht besonders vorteilhaft für Pekeler, denn sie handelt davon, wie ein Jungstar beim THW Kiel drauf und dran ist, sein Talent zu verschleudern. Viele Partys, falsche Freunde. Pekeler sagt: „Ich lese das heute noch über mich. Ich finde, das Thema ist ausgelutscht. Das sind Sachen, die vor sieben, acht Jahren passiert sind. Die Stories holen mich ein. Das wird sich nicht ändern. Damit muss ich leben.“  Pekeler geht entspannt mit der Vergangenheit um – das kann er auch, denn es hat sich ja alles zum Guten gewendet. Er sagt: „Als ich aus Kiel weggegangen bin, hat es bei mir Klick gemacht. Ich habe mich dank Martin Heuberger in der Junioren-Nationalmannschaft wieder auf Handball konzentriert. Auch HaDe Schmitz beim Bergischen HC hat mich gefördert. Ich habe dort ab 2010 einen Wandel vollzogen.“ Da hatte er die „Umerziehung“ vom Rückraumspieler zum Kreisläufer längst hinter sich – einst initiiert übrigens von Klaus-Dieter Petersen, vormals Profi des THW und Verbands-Jugendtrainer.

Pekelers Ruhe, Länge und Gewandtheit machen ihn zum idealen Kreisläufer. Seine perfekte Verwendung fand er in diesem Januar, bei der EM: Als Zwei-Mann-Mauer mit Finn Lemke stoppte Pekeler alle. Das gelang besonders beeindruckend im Finale gegen Spanien. Er sagt: „Die Europameisterschaft war auch für mich persönlich der Dosenöffner. Da ist mein Name neben Andi Wolff, Tobi Reichmann, Finn Lemke und anderen in den Vordergrund gerückt.“ Als Sahnehäubchen auf EM und Meisterschaft kam noch Olympia-Bronze drauf.

Doch ein stressiges Jahr im DHB-Dress und bei den Löwen, für die er seit 2015 aufläuft, hat Tribut gezollt – Pekeler hat für die WM 2017 in Frankreich abgesagt. „Ich habe mit Dagur Sigurdsson gesprochen und ihm gesagt, dass ich bereit stehe, sollte es Verletzungen geben. Aber das ist der Notfall. Ich gehe nicht davon aus, dass er eintritt.“ Drei Turniere in einem Jahr, dazu die aufgeblähte Champions League: Peke macht Pause. „Ich merke unheimlich, wie anstrengend gerade November und Dezember sind“, sagt er, „das sind die schwierigsten Monate für Handballer. Ich möchte verzichten, weil ich einfach eine Ruhepause brauche.“ Da andere auch abgesagt haben, dürfte das Projekt WM ein kompliziertes werden. Pekeler sagt: „Bei der EM haben auch viele gefehlt. Es wäre schön, mal mit allen zu spielen, aber beim Handball gehören Verletzungen und Absagen leider dazu.“

Eine Frage muss noch gestattet sein – wie geht es im nächsten Sommer weiter? Der Vertrag in Mannheim läuft 2018 aus, das Kieler Interesse ist verbrieft. Pekeler sagt ganz ehrlich: „Der THW ist natürlich eine Option, weil ich aus dem Norden komme. Aber ich bin bei den Löwen sehr zufrieden mit Team und Trainer. Es ist schwer, sich zu entscheiden – ich werde im April/Mai 2017 verkünden, was wir machen.“ Die Konkurrenz beim THW mit Wiencek und Toft Hansen schrecke ihn nicht, sagt Hendrik Pekeler noch. Warum auch? Vereinstrainer Nikolaj Jacobsen hat ihn gerade  als besten deutschen Abwehrspieler geadelt.


HVSH m00 zum Länderpokal 2016 nach Berlin

- 13.12.2016

Kurz vor Weihnachten ist der sportliche Höhepunkt für die HVSH Landesauswahl m00 in Berlin. Vom 14.12. bis 18.12.2016  wird nun zum zweiten Mal der DHB Länderpokal als sportliches und organisatorisches Großereignis in Berlin durchgeführt.

Ergebnisse Gruppe D:

15.12.2016 um 13.00 Uhr HVSH vs. Rheinland-Pfalz    24:18
15.12.2016 um  17.30 Uhr HVSH vs. Hessen 21:19
16.12.2016 um  12.00 Uhr HVSH vs. Mittelrhein 25:19
16.12.2016 um 15.00 Uhr HVSH vs. Thüringen 43:20
Viertelfinale 17.12.2016 um 10.30 Uhr HVSH vs. HV Baden 29:17
Halbfinale 17.12.2016 um 16.30 Uhr HVSH vs. HV Sachsen-Anhalt 31:32 n.V.
Spiel um Platz 3 18.12.2016 um 12.00 Uhr HVSH vs. HV Württemberg 27:25

 

 

 

 


 


 

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zum 3.Platz beim DHB-Länderpokal!
- Deutsche Meisterschaft der Landesauswahlen -

 

HVSH-Kader m2000:

Pascal Bormann (ATSV Stockelsdorf), Bjarne Duckert (THW Kiel), Sven Eberlein (SG Flensburg/Handewitt), Lars Jakumeit (THW Kiel), Johannes Jepsen (SG Flensburg/Handewitt), Jannes Haack (THW Kiel), Robert Hummel (HFF Munkbrarup), Juri Knorr (VfL Bad Schwartau), Björn Lange (THW Kiel), Jonas Mau (SG Flensburg/Handewitt), Lars Meereis (THW Kiel), Tom Münthel (Bramstedter TS), Jörn Persson (SG Flensburg/Handewitt), Moritz Schäfer (SG Flensburg/Handewitt), Jaris Tobeler (SG Flensburg/Handewitt), Dan Jacob Zimmermann (SG Flensburg/Handewitt)

Trainer Martin Schmidt, Co-Trainer Thomas Eberlein, Physiotherapeutin Christina Grünwald und Kerstin Meiners.

Der diesjährige Länderpokal stellt dass Aufeinandertreffen der besten Spieler des Jahrganges 2000 dar. 20 Landesverbände spielen in vier Hallen, zeitgleich in vier Fünfergruppen um den diesjährigen Länderpokalsieg! Das Team des HVSH startet in Gruppe D am Donnerstag um 13.00 h gegen Rheinlandpfalz und um 17.30 h folgt das Spiel gegen Hessen. Am Freitag werden die Gruppenspiele um 12.00 gegen den HV Mittelrhein fortgesetzt. Zum Abschluss wartet die Mannschaft des HV Thüringen.

Ab Samstag, 17.12.2016, werden ab 10.30 Uhr die Viertelfinalspiele des DHB-Länderpokals gespielt. Bereits am Nachmittag folgen die Halbfinalpartien. Den krönenden Schlusspunkt bringt der Sonntag, an welchem ab 9 Uhr die Platzierungsspiele beginnen. Das Finale wird um 14 Uhr ausgetragen, anschließend folgt die Siegerehrung.

Die HVSH Auswahl hat sich einiges vorgenommen und möchte an das gute Ergebnis des Jahrganges m99-00 aus dem letzten Jahr (HVSH Platz 3) anschließen. Jedoch stellt die Gruppe D, eine sehr ausgeglichene Gruppe dar,  in der man von der ersten Minute an konsequent und konzentriert agieren muss, um sich für das Viertelfinale zu qualifizieren!

Doch nicht nur die Turnierspiele stehen im Vordergrund. Die Veranstalter haben weitere interessante Punkte in das Programm aufgenommen. So findet Dank der Unterstützung des Berliner Senates und des HV Berlin als Auftakt bereits am Mittwoch, 14.12.2016 um 19.30 h, ein U18-Länderspiel DHB-Auswahl gegen Polen statt. Die teilnehmenden Landesverbände und mitgereisten Eltern und Zuschauer sind hierzu herzlich eingeladen.

Am Freitag, 16.12.2016 sind die teilnehmenden Sportler zum gemeinsamen DHB-Abend in das Hotel Berlin geladen.  Der ein oder andere deutsche Nationalspieler sowie Bundestrainer Dagur Sigurdsson wollen den Spielern der Landesverbände wertvolle Anregungen und Tipps mit auf den weiteren Weg geben.

Am Tag darauf organisiert der Freundeskreis des Deutschen Handballs einen FDDH-Abend für Eltern und Fans. Zusammen mit Vertretern des DHB, des FDDH und des Gesundheitspartners AOK wird unter dem Motto „Vom AOK-Star Training zum Nationalspieler“ aufgezeigt, dass Handballspieler im jüngsten Alter bis zur Spitze professionell unterstützt und gefördert werden.

 

Interessante Meldungen zum LÄPO 2016 auf der DHB Hompage

https://dhb.de/jugend/aktuell/detailansicht/datum/2016/11/10/artikel/ereignisreiche-woche-mit-highlight-dhb-laenderpokal-in-berlin.html

https://dhb.de/detailansicht/datum/2016/12/07/artikel/es-gibt-nur-wenige-turniere-solcher-klasse-kay-bruegmann-im-interview.html

https://dhb.de/detailansicht/datum/2016/11/24/artikel/auf-den-punkt-seine-leistung-abrufen-paul-drux-zum-dhb-laenderpokal.html


HVSH Sichtung aus den Förderkadern am 3. Advent

- 09.12.2016

Am kommenden Wochenende sichtet der HVSH seine Talente aus den Förderkadern w03 und m02. In zwei Tagesveranstaltungen am Samstag, 10.12.2016 w03 in Eutin (Sieverthalle) und Sonntag, 11.12.2016 m02 in Bad Malente (Sporthalle Neversfelderstr.) absolvieren die jeweils vier Förderkader von 09.30 h bis 17.00 h das Sichtungsprogramm.

Die 40 Spielerinnen und Spieler werden einer Überprüfung koordinativer Fähigkeiten und balltechnischer Fertigkeiten sowie im Grundspiel 4-4 und abschließenden Turnierspielen einer weiteren Sichtung auf HVSH Ebene unterzogen.

Zum Abschluss der jeweiligen Veranstaltungen werden die Spielerinnen und Spieler zunächst für den erweiterten HVSH Kader w03 bzw. m02 nominiert.

Im März 2017 sollen nach aktuellen Planungen die ersten Sichtungslehrgänge für die dann jüngsten HVSH-Auswahlen stattfinden.


Jugendmeisterehrung der Sportjugend Schleswig-Holstein

- 24.11.2016


Jugendmeisterehrung der Sportjugend Schleswig-Holstein - starker Handballnachwuchs aus dem Norden wird für EM Bronze mit der Nationalmannschaft U19 geehrt - Herzlichen Glückwunsch!

 

im Bild v.l.n.r.: Hans-Jakob Tiessen (Präsident LSV), Karl-Fr. Schwark (Präsident HVSH), Ferris Klotz (THW Kiel), Robin Breitenfeldt (SG Fel/Ha), Stefan Studt (Innenminister SH), Matthias Hansen (Vors. SJSH)


Acht Auswahlspieler/innen des HVSH in Nationalteams

- 11.11.2016

In den jüngst veröffentlichten Kaderlisten des DHB befinden sich aktuell gleich acht Spielerinnen und Spieler des HVSH: Elli Bruhn und Nikita Rühl in der weiblichen Jugend, Juri Knorr, Johannes Jepsen, Jaris Tobeler und Moritz Schaefer in der männlichen Jugend sowie Robin Breitenfeldt und Ferris Klotz bei den Junioren. Eine Bilanz, mit der sowohl der Verband als auch Verbandstrainer Thomas Engler zufrieden sind.

Da darf man ruhig mal etwas stolz sein: Beim Blick auf die gerade veröffentlichten Kaderlisten des DHB fällt besonders der männliche Jahrgang 2000 ins Auge, in dem gleich vier Spieler des HVSH für Deutschland auflaufen:

Johannes Jepsen, Jaris Tobeler und Moritz Schaefer von der SG Flensburg-Handewitt sowie Juri Knorr, der Sohn des ehemaligen Bundesliga- und Nationalspielers Thomas Knorr, vom VfL Bad Schwartau. „Dass wir in diesem Jahrgang gleich vier Spieler haben, die es in die Nationalmannschaft geschafft haben, ist natürlich sehr positiv, aber auch eine ‚glückliche Fügung‘. Alle Spieler haben besondere Qualitäten, Johannes ist ein sehr talentierter Torwart, Jaris als Linkshänder ein variabel einsetzbarer Spieler auf der rechten Angriffsseite (Rückraum und Außen) sowie Moritz ein sehr talentierter Rückraummittespieler. Juri sehe ich in der Summe seiner Qualitäten unter den fünf besten Spielern seines Jahrgangs in Deutschland, was auch die Nominierung für das All-Star-Team als Spieler des jüngeren Jahrgangs beim letzten Länderpokal beweist“, sagt Verbandstrainer Thomas Engler und ergänzt: „Generell ist es, wie auch bei vielen anderen Landesverbänden, unser Ziel, ein bis zwei Spieler in die Doppel-Jahrgangskader des DHB zu bringen.“ Momentan wurde dieses Ziel erreicht, denn auch im Jahrgang 1998/99 sind in Ferris Klotz vom THW Kiel und Robin Breitenfeldt von der SG Flensburg-Handewitt zwei Spieler aus Schleswig-Holstein vertreten, die im August mit der Jugend-Nationalmannschaft EM-Bronze holten. In Jannek Klein (Jahrgang 99) von der SG Flensburg-Handewitt stand in der Vorbereitung auf die EM zudem ein dritter HVSH-Spieler im Aufgebot des DHB. Dementsprechend zufrieden äußert sich auch HVSH-Coach Engler: „So, wie es sich aktuell darstellt, ist es für uns als Landesverband sehr positiv. Daran haben die Arbeit der Leistungszentren in Kiel und Flensburg und die Vereinstrainer natürlich einen erheblichen Anteil. Unsere Aufgabe ist es, die Spieler und Spielerinnen in unserem Förderkonstrukt aktiv zu begleiten und sie so bei Sichtungsmaßnahmen den Bundestrainern vorzustellen.“ Die nächste Möglichkeit hierzu besteht beim diesjährigen Länderpokal, der vom 15. bis 18. Dezember in Berlin stattfindet und auch zum nächsten Lehrgang der Jugend-Nationalmannschaft m00/01 vom 20. bis 24. November in Warendorf wurden alle vier Schleswig-Holsteiner eingeladen.

Auch im weiblichen Bereich zählen zwei Spielerinnen aus Schleswig-Holstein zum DHB-Jugendkader: Elli Bruhn von der HSG Marne/Brunsbüttel und Nikita Rühl von der HSG Harrislee/Handewitt, die derzeit allerdings an einem Kreuzbandriss laboriert. Dass sich die Situation auf den ersten Blick etwas anders darstellt als im männlichen Bereich – dafür gibt es gute Gründe, wie Thomas Engler verrät: „Bei den Frauen liegen die wichtigsten Leistungszentren nicht in Schleswig-Holstein, weshalb die talentiertesten Spielerinnen zu Bundesligavereine, z.B. nach Oldenburg oder in den Süden der Republik ziehen. In den letzten Jahren war dies bereits mehrfach der Fall war. Auch im Jahrgang 2000 hatten wir nach der DHB Sichtung in Kienbaum 2015 drei bis vier Spielerinnen, die im erweiterten Aufgebot des DHB standen, nun aber nicht mehr in der DHB Kaderliste geführt werden. Auch Verletzungen und schulische Veränderungen sind Ursachen für diese Verschiebung. Die Kaderlisten lassen nicht immer die richtigen Rückschlüsse zu. So, wie wir aktuell im Bereich der Leistungsförderung aufgestellt sind, kann unser Ziel nur sein, ein bis zwei Mädchen pro Jahrgang in den Fokus des DHB zu bringen.“ Insgesamt können wir zum aktuellen Zeitpunkt aber von einer guten Bilanz für den Handballverband Schleswig-Holstein sprechen, der damit auch bei seinen selbstgesteckten Zielen im Plan liegt“.

 

Die Nachwuchs-Nationalspieler des HVSH im Überblick:

Junioren:

Robin Breitenfeldt, Jg. 1998, Rückraummitte/Linksaußen, SG Flensburg-Handewitt, 21 Länderspiele, 25 Tore

Ferris Klotz, Jg. 1998, Kreisläufer, THW Kiel, 15 Länderspiele, 23 Tore

Männliche Jugend:

Johannes Jepsen, Jg. 2000,Torwart, SG Flensburg-Handewitt, 3 Länderspiele

Moritz Schaefer, Jg. 2000, Rückraummitte/Linksaußen, SG Flensburg-Handewitt, 3 Länderspiele

Jaris Tobeler, Jg. 2000, Rechtsaußen, SG Flensburg-Handewitt, 3 Länderspiele

Juri Knorr, Jg. 2000, Rückraummitte, VfL Bad Schwartau, 3 Länderspiele

 

Weibliche Jugend:

Elli Bruhn, Jg. 2001, Linksaußen Rückraum links, HSG Marne/Brunsbüttel

Nikita Rühl, Jg. 2001, Rückraum links, HSG Harrislee/Handewitt


Maik Machulla – zwischen Champions League und Nachwuchstalenten

- 05.07.2016

Sowohl in der Bundesliga als auch im Nachwuchsbereich zählt die SG Flensburg-Handewitt seit Jahren zu den Top-Adressen des Handballs. Damit das so bleibt, wird an der Förde viel Wert auf die individuelle Ausbildung der jungen Talente gelegt. In der Flensburg-Akademie wurden dafür die besten Voraussetzungen geschaffen. Ex-Nationalspieler Maik Machulla liegt die Ausbildung der Talente besonders am Herzen. Der Co-Trainer von SG-Chefcoach Ljubomir Vranjes  ist das Bindeglied zwischen Nachwuchs- und Profi-Bereich und engagiert sich so oft wie möglich selbst beim Jugendtraining.

Was für Maik Machulla eine ‚normale Woche’ ist, würde so manch anderen ziemlich ins Schwitzen bringen.

Sein Terminkalender ist randvoll. Ein Großteil der Saison der SG Flensburg-Handewitt läuft im Dreitagesrhythmus ab. Und die vielen Spiele werden bei den Ansprüchen des Champions League-Siegers von 2014 akribisch vor- und nachbereitet. Dazu kommen: Trainingsplanung, Sponsoren- und Pressetermine und, und, und ... Mit all diesen Aufgaben wäre man eigentlich schon genug ausgelastet, doch Machulla setzt noch einen drauf: Wann immer die Zeit es zulässt, engagiert sich der ehemalige Rückraumspieler auch für den Nachwuchs. „In erster Linie bin ich natürlich der Assistent von Ljubo und halte ihm den Rücken frei, damit er sich voll auf die Entwicklung der Mannschaft konzentrieren kann. Aber wenn Ressourcen frei sind, weil mittwochs vielleicht kein Spiel ist, bin ich immer sehr gerne bereit und habe auch richtig Lust, den Nachwuchs zu unterstützen und das Akademie-Training zusammen mit Michael Döring zu leiten. Es gibt natürlich Phasen, in denen besonders viele Spiele sind und es dementsprechend etwas weniger ist, aber ich versuche immer ein offenes Ohr zu haben und so oft wie möglich anwesend zu sein“, sagt Machulla.

Am Akademie-Training können die Jugend-Spieler drei Mal in der Woche zusätzlich zum normalen Mannschaftstraining teilnehmen, wobei der Schwerpunkt auf der individuellen und athletischen Ausbildung liegt. Doch unabhängig davon, wieviel Zeit vorhanden ist – der Kontakt zwischen Jugend und Profis ist immer gegeben, „weil die Jungs vor und nach uns trainieren und man sich in der Halle oder im Fitnessraum über den Weg läuft. Dadurch haben sie den Kontakt zu den Bundesligaspielern und auch Ljubo ist immer sehr offen, was eine hohe Identifikation der Jungen mit den Profis mit sich bringt“, erzählt der 39-Jährige. Bei den Talenten kommt das gut an: „Alle finden es super, wenn Maik beim Training dabei ist. Er hat viel Erfahrung als Profi und Co-Trainer in der Bundesliga und bringt immer Neues ins Training mit ein. Zudem ist es natürlich ein besonderer Anreiz, wenn der Co-Trainer der Bundesligamannschaft da ist. Jeder will dann noch ein bisschen mehr zeigen, was er kann“, sagt der 18-jährige Robin Breitenfeldt, der als Juniorennationalspieler in der A-Jugend-Bundesliga und für das Juniorteam in der 3. Liga aufläuft.

Zu Akademie-Leiter Michael Döring, der das Akademie-Training hauptverantwortlich leitet, sowie den Trainern der Jugendteams und der zweiten Mannschaft besteht enger Kontakt – alle Übungsinhalte werden abgestimmt. Maik Machulla fungiert dabei als Bindeglied – er hat den besten Überblick, was den Jungs noch fehlt, um es irgendwann einmal in die Bundesliga zu schaffen. Einen Vorgeschmack darauf bekommen einige Nachwuchskräfte dabei schon früh, denn die Profis holen oft hoffnungsvolle Talente in ihr Training. Zudem dürfen vier Spieler die komplette Sommervorbereitung mitmachen. „Da sehen wir am besten, wo wir bei den Jungs ansetzen müssen und was sie schon sehr gut können. Auf der Grundlage entscheiden wir dann gemeinsam, wo der Trainingsschwerpunkt in der Saison liegen soll.“ Einige Spieler aus der Jugend der SG haben es bereits geschafft: Christopher Rudek beispielsweise steht mittlerweile in der Bundesliga beim Bergischen HC im Tor und Lukas Blohme (ASV Hamm-Westfalen) sowie Michael Nikolaisen (TV Emsdetten) wurden an Zweitligisten ausgeliehen. Denn für diese Spieler musste der nächste Schritt folgen und der ist von der 3. Liga zu einem Topteam der Bundesliga natürlich – zu – groß. Dass die jungen Talente zunächst Erfahrungen in der 2. Liga sammeln, ist Teil des Flensburger Konzepts: „Das vorrangige Ziel ist es, Spieler so gut auszubilden, dass sie das Rüstzeug für die Bundesliga mitbekommen. Unabhängig davon, ob das in Flensburg oder woanders ist. Und wenn sie sich dann so gut entwickeln, dass sie auch für uns wieder interessant werden, ist das natürlich umso schöner“, sagt der einstige Deutsche Meister und Champions League-Sieger.

Und dieses Konzept greift schon früh, wie Michael Döring ergänzt: „Es geht uns nicht darum, im Nachwuchsbereich Titel zu gewinnen, auch wenn das natürlich schön ist. Aber wir und die Spieler haben nichts davon, wenn wir alles einem Titel in der Jugend unterordnen. Wenn ein Außen-Spieler zum Beispiel zwei Wurfvarianten drauf hat, kann er damit in der B- und A-Jugend überragend sein. Danach wird es aber schon schwer. Deshalb trainieren wir genau dann andere Varianten, was ihn kurzfristig zwar nicht unbedingt besser, auf lange Sicht aber zu einem kompletteren Spieler macht. Und wenn die einzelnen Spieler gut ausgebildet sind, kommt auch der mannschaftliche Erfolg von alleine.“

Das junge Trainerteam wird laut Machulla auch abseits des Feldes unterstützt.  „Wir versuchen als Bundesligamannschaft unseren Teil beizusteuern, unsere Ideen und Philosophien einzubringen. Wenn es passt, bin ich auch gerne bei den regelmäßigen Trainersitzungen dabei, wo über neue Konzepte, Scouting oder die Kaderplanung gesprochen wird. Und auch, wenn ich es mal nicht so oft zum Training schaffe, halte ich ständig Kontakt zu den Trainern und spreche auch mit den Jugend- und Junioren-Nationaltrainern, um genau zu wissen, wie sie unsere Jungs beurteilen und wo der Fokus im Training liegen sollte. Die Kommunikation mit der zweiten Mannschaft ist natürlich besonders wichtig, da sie die direkte Nahtstelle zur Bundesliga ist.“

Talente hat die SG in allen Altersklassen reichlich in ihren Reihen. Und diese funktionieren auch als Teams: Besonders die B-Jugend machte in der abgelaufenen Saison von sich reden: Sie erreichte das Finale um die Deutsche Meisterschaft ohne Niederlage und musste sich dort erst den Füchsen Berlin geschlagen geben. Aus Machullas Sicht ein Riesenerfolg.

Dass der gebürtige Greifswalder irgendwann Trainer werden würde, hatte sich schon länger abgezeichnet. Schon gegen Ende seiner aktiven Karriere versuchte er, alle Entscheidungen aus Trainiersicht zu verstehen. Bereits 2008 hatte er seine B-Lizenz erworben. Direkt nach der Karriere folgte die A-Lizenz. Zudem schließt/schloss er im Juni seinen Master-Coach-Lehrgang ab. Wohin ihn der Weg als Trainer noch führen wird, ist offen. Was Maik Machulla während seiner langen Karriere gelernt hat: „Es macht keinen Sinn, etwas zu lange im Voraus zu planen. Denn es kommt immer anders als man denkt. Wenn ich irgendwann die Möglichkeit bekomme, Chef-Trainer zu werden, befasse ich mich damit. Aber im Moment fühle ich mich in meiner Position und im Team mit Ljubo sehr wohl. Wir ich haben ein sehr enges, vertrauensvolles Verhältnis.“  Er sei äußerst motiviert, in dieser Konstellation weiter tätig zu sein – ob in Flensburg oder anderswo, „wenn das 2030 oder so mal so weit sein sollte“, sagt Machulla augenzwinkernd.

Lewe Volquardsen, Geschäftsführer der Flensburg-Akademie, würde ihn ungern ziehen lassen. Er lobt den Ex-Magdeburger: „Die Arbeit von Maik ist hervorragend und wir freuen uns sehr, ihn bei uns zu haben. Zwischen Profis und Nachwuchsabteilung ist er das perfekte Bindeglied. Maik ist eine wichtige Person und man merkt erst jetzt, was vorher gefehlt hat, um die Anschlussförderung weiter zu optimieren. Wobei die nie schlecht war, wenn man bedenkt, dass wir seit der Deutschen Meisterschaft 2004 ungefähr 50 Spieler in die 1. bis 3. Liga gebracht haben, davon ca. ein Viertel in die Bundesliga.“

Diese Zahl wollen Machulla und Kollegen weiter erhöhen. Das kostet Zeit und Energie. Erholungsphasen sind eher rar. Seine begrenzte Freizeit verbringt Maik Machulla überwiegend mit seiner Familie. Die in Flensburg gegebene Nähe zu Strand und Wasser behagt ihm sehr: „Es ist ein Traum, da leben zu dürfen, wo andere Urlaub machen.“ Und da er seinen Job wirklich ‚lebt’, kann diese Aussage trotz des vollen Terminkalenders auch so stehenbleiben.


Thor-Heyerdahl-Gymnasium in Kiel ist neue ‚Kooperationsschule für Talentförderung im Sport‘

- 15.04.2016

Mit der Ernennung des Thor-Heyerdahl-Gymnasiums in Kiel-Mettenhof zur ‚Kooperationsschule für Talentförderung im Sport‘ hat der Landessportverband Schleswig-Holstein (LSV) eine weitere Schule in sein Verbundsystem zur Talentförderung junger Sportlerinnen und Sportler aufgenommen. Die neu entstandene Partnerschaft wird durch den Schleswig-Holsteinischen Leichtathletikverband, den Tischtennis-Verband Schleswig-Holstein und den Handballverband Schleswig-Holstein unterstützt.

Ziel dieser Initiative des Landessportverbandes ist es, Schulen auszuzeichnen, die ihren Schülerinnen und Schülern geeignete Voraussetzungen bieten, die schulische Ausbildung mit der gleichzeitigen Förderung besonderer sportlicher Begabungen zu verbinden. Dies geschieht durch die konsequente Abstimmung der Inhalte einer leistungssportlichen Ausbildung und der Organisation der schulischen Abläufe.

„Mit dem Modell der ‚Kooperationsschule für Talentförderung im Sport‘ wollen wir engagierte Schulen unterstützen, denen die bestmögliche Entwicklung begabter Kinder und Jugendlicher in sportlicher und schulischer ebenso wie in sozialer und persönlicher Hinsicht besonders am Herzen liegt“, so LSV-Präsident Hans-Jakob Tiessen bei der Übergabe des Schildes. Tiessen hob dabei die notwendige enge Abstimmung hinsichtlich der Terminplanung der Schule und dem Individualtraining der Sportlerinnen und Sportler hervor.

Das Thor-Heyerdahl-Gymnasium verfügt über eine Vielzahl von sportlichen Talenten und hat schon in der Vergangenheit ein großes Engagement im Zusammenhang mit der Förderung von Nachwuchsathletinnen und -athleten gezeigt. So wurde z.B. eine sogenannte ‚Sportklasse‘ eingerichtet, die für die jungen Talente ein noch stärker sportbezogenes Schulprofil anbietet. Durch die Sportklassen sollen auch die Einrichtung von Schulmannschaften gefördert und die Teilnahmemöglichkeiten am Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ verbessert werden. Im Rahmen dieses Profils engagieren sich insbesondere die an der Kooperation beteiligten Fachverbände z.B. durch den Einsatz ihrer jeweiligen Landestrainer. „Durch die Zusammenarbeit mit den Sportvereinen vor Ort sollen die sportlichen Kinder auch an geeignete Vereinsmannschaften herangeführt werden, in denen sie ihre Leistungsfähigkeit im Wettkampf- und Spielbetrieb weiterentwickeln und ausbauen können“, so der LSV-Präsident weiter.

Die Kieler Schule ist nach dem Gymnasium Schwarzenbek (Europaschule) (Tischtennis), dem Friedrich-Schiller-Gymnasium in Preetz (Fußball, Rudern, Kanu, Tauchen), dem Alten Gymnasium Flensburg (Handball, Synchronschwimmen), der Oberschule zum Dom in Lübeck (Leichtathletik) und der Gemeinschaftsschule Brachenfeld in Neumünster (Badminton) bereits die sechste Schule dieser Art in Schleswig-Holstein.

Auch zukünftig können sich weitere Schulen in Kooperation mit den im Landessportverband organisierten Fachverbänden und dem Landessportverband um den Titel ‚Kooperationsschule für Talentförderung im Sport‘ bewerben. Davon sollen insbesondere Sportarten profitieren, die nicht zu den Schwerpunktsportarten (Rudern, Beachvolleyball, Segeln) gehören.

Zuständiger Ansprechpartner beim Landessportverband Schleswig-Holstein für interessierte Schulen ist der LSV-Geschäftsführer Leistungssport Thomas Behr, Tel. 04523 - 984433, thomas.behr@lsv-sh.de.


HVSH-Auswahl m2000 erfolgreich bei der 1. DHB-Sichtung

- 22.02.2016

Erfolgreiche DHB-Sichtung für den männlichen Jahrgang 2000

Am vergangenen Wochenende fand in Kienbaum die DHB-Sichtung für den männlichen Jahrgang 2000 statt. Die Auswahl des HVSH konnte das Turnier am Ende gewinnen und stellte zudem zwei Spieler für das Allstar-Team.

Nach der DHB-Sichtung für den weiblichen Jahrgang vor drei Wochen zeigte am letzten Wochenende der männliche Jahrgang 2000 sein Können vor den Augen der DHB-Trainer. Der Ablauf war dabei identisch, sodass die Sichtung am Donnerstag zunächst mit verschiedenen Tests zur Athletik, Technik und Taktik begann. Diese wurden von der HVSH-Auswahlmannschaft gut bis sehr gut absolviert, was auch die Trainer des Deutschen Handballbundes attestierten.

Ab Freitag standen dann verschiedene Grund-Spielformen sowie ein Vergleichsturnier auf dem Programm, wobei die zehn teilnehmenden Nord-Verbände in zwei Fünfergruppen gegeneinander antraten.

Gespielt wurden 2 x 15 Minuten, in denen je eine Halbzeit eine 3:2:1- und eine 6:0-Deckungsformation gefordert war, bevor abschließend ein Penaltywerfen folgte. Auch dabei konnte der HVSH überzeugen und alle seine Gruppenspiele gewinnen. Gegen Mecklenburg-Vorpommern brachte nach zwei unentschiedenen Halbzeiten erst das Penaltywerfen die Entscheidung zugunsten des HVSH. Gegen Brandenburg wurde die erste Halbzeit verloren, die zweite Hälfte sowie das Penaltywerfen hingegen gewonnen, während die HVSH-Auswahl beide Halbzeiten gegen Sachsen gewinnen konnte und nur beim Penaltywerfen unterlag. Abschließend wurde auch Bremen bezwungen, womit Platz eins in der Gruppe und damit die Teilnahme am Finale feststand. Dort wartete Sachsen-Anhalt, das nach einem Sieg in der 3:2:1-Abwehr sowie einem Unentschieden in der 6:0-Formation und einer Niederlage im Penaltywerfen knapp geschlagen wurde.

Dementsprechend zufrieden äußerten sich auch die Trainer Martin Schmidt und Thomas Engler: „Die Mannschaft konnte einen guten Ausbildungsstand, sowohl bei den Tests, als auch bei den Grundspielen und den Vergleichsspielen unter Beweis stellen. Der Fokus lag zwar auf den individuellen Sichtungskriterien, dennoch hat das Team gerade in den Spielen gute Leistung gezeigt. Wir freuen uns über diesen Erfolg.“ Zudem wurden mit Johannes Jepsen und Jaris Tobeler zwei Spieler in das Allstar-Team gewählt. „Das ist schön für die beiden Jungs, aber wir haben vor allem als Mannschaft überzeugt, sowohl bei den verschiedenen Aufgaben auf dem Platz, als auch daneben. Dieses positive Ergebnis für den HVSH haben wir natürlich auch und gerade der guten Arbeit der Trainer in den verschiedenen Vereinen zu verdanken. Auf dieser Grundlage versuchen wir dann das Beste herauszuholen und es ist schön, wenn die Arbeit und das Engagement aller Beteiligter mit so einem tollen Ergebnis bestätigt wird“, so Thomas Engler, der ergänzte: „Wir sind in den letzten drei Jahren insgesamt auf einem guten Weg. Schon mit dem 99er Jahrgang standen wir im Finale gegen Sachsen-Anhalt und auch die weiblichen Teams waren in diesen Jahrgängen erfolgreich. Diese guten Ergebnisse der ersten Sichtung sind aber gleichzeitig der Auftrag, das Niveau auch unter immer schwierigeren Rahmenbedingungen zu halten.“ Nach der Sichtung der Süd-Verbände in 14 Tagen steht schon vom 20. bis 26. März der erste DHB-Lehrgang an, zu dem sicher auch ein paar HVSH-Spieler eingeladen werden.

 

der HVSH-Kader:

Böttcher Ole (SG Flensburg-Handewitt), Eberlein Sven (SG Flensburg-Handewitt), Haack Jannes (Bramstedter TS), Jakumeit Lars (THW Kiel), Jepsen Johannes (SG Flensburg-Handewitt), Lange Björn (THW Kiel), Mau Jonas (HFF Munkbrarup), Meereis Lars (THW Kiel), Schaefer Moritz (SG Flensburg-Handewitt), Schröder Silvan (HFF Munkbrarup), Tobeler Jaris (SG Flensburg-Handewitt), Zimmermann Dan Jacob (HFF Munkbrarup)

 

Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team und an das Trainergespann Martin Schmidt und Thomas Engler sowie Christina Grünwald!


DHB-Sichtung für den weiblichen Jahrgang 2001

- 05.02.2016

Am vergangenen Wochenende stand für die weibliche HVSH-Auswahl des weiblichen Jahrgangs 2001 die erste DHB-Sichtung in Kienbaum auf dem Programm. Dabei belegte die Mannschaft am Ende den sechsten Platz und ein paar Spielerinnen rückten in den Fokus der DHB-Trainer.

Bereits am Mittwoch traf sich die weibliche Auswahl des Jahrgangs 2001 in Malente, um am Donnerstag gemeinsam zum Bundesleistungszentrum nach Kienbaum zu reisen. Dort standen mittags zunächst sportmotorische Tests zur Sprungkraft, Sprintgeschwindigkeit oder der Rumpfstabilität an, bevor am Abend Grundübungen zu Würfen und Abwehrarbeit folgten. Ab Freitag ging es für die Mannschaft von Anna Heyck-Schäfer dann mit dem Ball gegen andere Landesverbände zur Sache. Dabei wurden Grundspiele im vier gegen vier oder sechs gegen fünf durchgeführt und anschließend gemeinsam das EM-Halbfinale der Nationalmannschaft verfolgt.

 

Ab Samstag wurde mit den insgesamt zehn Landesverbänden dann ein Turnier mit zwei Gruppen nach beachhandballähnlichen Regeln ausgetragen. (Bei 2x15 Minuten Spielzeit plus Penaltywerfen musste je eine Halbzeit offensiv und defensiv gedeckt werden und insgesamt wurden drei Punkte vergeben.) Schleswig-Holstein traf dabei auf Hamburg, Brandenburg, Sachsen und Thüringen. Gegen Hamburg konnte sich das HVSH-Team mit 2:1 durchsetzen und unterlag anschließend Brandenburg mit 1:2. Am Sonntag folgte eine weitere knappe 1:2-Niederlage gegen den späteren Sieger aus Sachsen, wobei vor allem die defensive Halbzeit überzeugen konnte, in der der HVSH nach zehn Minuten schon mit 7:1 führte. Danach gab es einen weiteren 2:1-Erfolg über Thüringen und nach all den knappen Spielen ging es abschließend um Platz fünf gegen Mecklenburg-Vorpommern. Am Ende dieser anstrengenden Tage fehlte dabei etwas die Kraft, sodass beide Halbzeiten sowie das Penaltywerfen knapp mit einem Tor verloren wurden.

Am Ende stand so zwar ‚nur‘ der sechste Platz zu Buche, doch ein paar Spielerinnen haben es auf die Beobachtungslisten der DHB-Trainer geschafft, weshalb auch Landesauswahltrainerin Anna Heyck-Schäfer resümierte: „Die Tests hat die Mannschaft wirklich gut absolviert. In den Spielen fehlte uns leider etwas die Konstanz, sonst hätten wir sicher den einen oder anderen Punkt mehr holen können, was sich auch direkt in der Platzierung wiedergespiegelt hätte. Aber bei diesem Modus und der kurzen Spielzeit lassen sich kleine Schwächephasen kaum noch ausgleichen.“ Trotzdem war die Trainerin mit ihrer Mannschaft zufrieden: „Phasenweise haben wir wirklich eine super Leistung gezeigt und uns auch abseits des Platzes als tolle Truppe präsentiert. An der Konstanz werden wir in der Zukunft weiter arbeiten, aber alles in allem war es ein solides Wochenende, auch wenn spielerisch noch etwas mehr möglich gewesen wäre. Das Potenzial ist aber da, das haben auch die DHB-Trainer erkannt und ein paar Spielerinnen werden demnächst sicher zum Stützpunkttraining oder einem DHB-Lehrgang eingeladen. Einen besonderen Dank auch an das ganze Trainerteam und vor allem die Physios, die alle einen tollen Job gemacht haben.“ 

 


Zehnter Platz für den weiblichen Jahrgang 99 des HVSH

- 19.01.2016

Die weibliche Auswahl des HVSH hat beim Länderpokal der Jahrgänge 99/2000 den zehnten Platz erreicht. Nach der Vorrunde belegte die Mannschaft des HVSH punktgleich mit dem Zweiten HV Niederrhein den  dritten Platz und verpasste damit knapp das Viertelfinale. Nach einem weiteren Sieg und einer Niederlage in den Platzierungsspielen stand am Ende Platz Platz 10 unter den 20 teilnehmenden Verbänden.
 

Schon vor dem Länderpokal erwartete Verbandstrainer Thomas Engler einen engen Kampf um die ersten beiden Plätze in der Vorrunde. Neben den Teams aus Württemberg und Westfalen konnte bereits im ersten Spiel gegen den Niederrhein eine Vorentscheidung fallen.

Und so kam es dann auch. Die erste Partie ging mit 21:25 verloren und auch gegen die Gastgeberinnen, Favoriten und späteren Länderpokalsieger gab es mit 16:23 am ersten Turniertag nichts zu holen. Am zweiten Tag konnte gegen Thüringen dann ein 41:17-‚Pflichtsieg‘ sowie ein 26:22-Erfolg gegen Westfalen verbucht werden. Dies bedeutete in der Endabrechnung, bei drei punktgleichen Mannschaften,  aber ‚nur‘ den dritten Platz. So fehlten gerade einmal zwei Tore bzw. ein Punkt um das Viertelfinale und somit eine Platzierung unter den ersten Acht zu erreichen.

Stattdessen ging es um die Plätze neun bis zwölf. Am dritten Turniertag gegen Niedersachsen konnte sich das HVSH Team mit guter spielerischer Leistung 29:23 durchsetzen. Im abschließende Spiel am Sonntag um Platz neun, musste das HVSH Team allerdings eine 24:28-Niederlage gegen den Mittelrhein hinnehmen und wurde am Ende Zehnter. So äußerte sich auch Thomas Engler mit gemischten Gefühlen: „Mit dem Ergebnis haben wir unser Minimalziel, unter die Top 10 zu kommen, erreicht. Wie erwartet, war es eine ausgeglichene Gruppe, in der drei Teams am Ende punktgleich waren und die Vorentscheidung schon im ersten Spiel gegen den Niederrhein fiel. Gegen Württemberg war es dann, nach nur einem Spiel Pause, sehr schwer und es hätte schon alles für eine Überraschung passen müssen. Die Pflichtaufgabe gegen Thüringen wurde dann am Ende ordentlich gelöst und im Spiel gegen Westfalen konnten wir wirklich überzeugen. Insgesamt geht das Resultat so in Ordnung, nachdem nach der Gruppenphase nur noch maximal Platz neun möglich war. Die Niederlage gegen den HV Mittelrhein war zwar unnötig, aber sie ändert nichts an der Gesamtsituation, mit der wir unter dem Strich relativ zufrieden sein können, auch wenn wir uns im Vorfeld, schon ein wenig mehr erhofft haben. Den grundsätzlichen Anspruch haben wir aber erfüllt und gesehen, dass wir im Bereich der Plätze fünf bis zehn mitspielen können.“

Die Mannschaft hatte beim Länderpokal in allen Spielen, jeweils eine gute Halbzeit und konnte insbesondere gegen Westfalen und Niedersachsen aufzeigen, wozu sie imstande ist. Insbesondere im Abwehrspiel, aber auch im Angriff konnten gruppentaktisch Elemente die anwesenden DHB Sichter phasenweise überzeugen. „Über die vier Tage waren wir aber nicht konstant genug und zeigten nie über die gesamte Spielzeit eine entsprechende Leistung. Es gab immer etwas schwächere Phasen im Spielaufbau und vor allem im letzten Spiel deutliche Schwächen im Abschluss. Mit 6:6 Punkten war es ein solides und ausgeglichenes Turnier, so Thomas Engler, der auch abseits des Sportlichen lobende Worte für sein Team und den Veranstalter fand: „Wir haben den HVSH als Team auf und neben dem Feld sehr positiv dargestellt. Dem HV Baden-Württemberg gilt ein besonderes Lob, als  sehr guter Gastgeber, der trotz der schwierigen Organisation, mit zwei verschiedenen Unterbringungsorten und elf Spielorten, alles sehr gut über die Bühne gebracht hat. So war es am Ende ein gelungener und zufriedenstellender Abschluss für die Jahrgangsstufe 99.“


Deutsche Meisterschaft der Landesauswahlen w99/00

- 12.01.2016

Länderpokal des weiblichen Jahrgangs 99/2000

In dieser Woche steht für die Auswahl des weiblichen Jahrgangs 99/2000 der Länderpokal in Baden-Württemberg an. Von Donnerstag bis Sonntag wird dabei erstmals, wie schon im Dezember bei den Jungen, der inoffizielle Deutsche Meister der 20 Landesverbände in  einem großen Turnier ermittelt. Die Mannschaft des HVSH trifft in der Gruppe A in Schwieberdingen zunächst auf den Niederrhein, Württemberg, Thüringen und Westfalen.

Für die Auswahl des Handballverbandes Schleswig-Holstein beginnt der diesjährige Länderpokal mit dem Spiel gegen den HV Niederrhein. Und diese Partie könnte schon vorentscheidend für die abschließende Platzierung in der Gruppe werden, wie Landesauswahltrainer Thomas Engler vermutet:

„In der sehr ausgeglichen Gruppe mit Württemberg und Westfalen könnte es um die vorderen Plätze schwierig werden. Daher wird das erste Spiel gegen den Niederrhein schon sehr wichtig für die Platzierung in der Gruppe. Thüringen ist vielleicht die Unbekannte, da sie zwar viele Spielerinnen des THC Erfurt haben, sich seit der letzten Sichtung 2014 aber auch viel am Kader geändert hat. Vielleicht sind am Ende sogar vier Teams punktgleich und dann entscheidet der direkte Vergleich, was schnell zu einem guten oder schlechten Ergebnis führen kann.“

Eine genaue Einschätzung ist aktuell allerdings schwierig, da viele Teams nach der Sichtung vor zwei Jahren erstmals aufeinandertreffen und keiner genau weiß, wo er steht. In Württemberg sieht Thomas Engler trotzdem einen der Topfavoriten, der in den letzten Jahren häufig unter den ersten Vier landete und diesmal zusätzlich den Heimvorteil genießt: „Zudem sind die Süd-Verbände traditionell recht stark Bayern, Baden sowie Westfalen haben in den letzten Jahren in der Finalrunde gute Ergebnisse erzielt. Aber auch Hessen hat eine sehr gute Förderstruktur, Sachsen-Anhalt konnte in den letzten Jahren  Akzente setzen und man muss sehen, was mit Sachsen ist, die in Kooperation mit dem HC Leipzig und entsprechender Internatsstruktur gute Voraussetzungen haben“, so Engler.

Doch auch seiner Mannschaft traut der Trainer viel zu: „Ich denke, dass in unserer Vorrundengruppe ein Platz unter den ersten drei möglich sein sollte. Die Sichtung 2014 in Kienbaum konnten wir gewinnen und die Mannschaft hat einen großen Block aus elf Spielerinnen des SV Henstedt-Ulzburg, die zu Teilen im letzten Jahr das Final 4 um die Deutsche Meisterschaft der B-Jugend gespielt haben. Zudem war die Mannschaft Anfang Januar auch beim Sauerland-Cup erfolgreich“, so der Coach, der zugleich sagt: „Ab der Zwischenrunde gilt dann ‚Hop oder Top‘ und man muss abwarten, wie die Spielerinnen die Belastung, mit sechs bis sieben Spielen über die volle Spielzeit an vier Tagen, verkraften. Daher hält der Auswahltrainer 16 Spielerinnen im Kader auch für zwingend notwendig. Wodurch sich natürlich auch größere Chancen für Spielerinnen des jüngeren Jahrgangs ergeben was perspektivisch sinnvoll ist. Neben elf Spielerinnen des Jahrgangs 99 wurden in diesem Jahr auch fünf Spielerinnen des jüngeren Jahrgangs 2000 nominiert.

Bei den vielen Terminen (Einsatz der Spielerinnen in verschiedenen Mannschaften der Vereine) und schulischen Verpflichtungen war es schwierig, Maßnahmen zu organisieren, an denen der gesamte Kader teilnehmen konnte. So gab es nur im Oktober eine größere Maßnahme, im November ein Turnier und zwei kurze Trainingsmaßnahmen im Dezember. „Diese Situation ist aber mit anderen Verbänden vergleichbar und ich gehe davon aus, dass wir dies als Mannschaft kompensieren können.“

In den letzten Jahren waren die HVSH Teams allerdings nicht so erfolgreich und sind regelmäßig, wenn auch zum Teil sehr unglücklich aufgrund des direkten Vergleichs, nach der Vorrunde ausgeschieden.

„Eine Platzierung unter den ersten zehn ist zunächst das Ziel. Alles was weiter oben so zwischen Platz fünf und sieben ist, hätte einen Stern verdient und eine noch bessere Platzierung noch weiter oben würde ich sofort unterschreiben“, so der Auswahltrainer, der abschließend hinzufügte: „Insgesamt freuen sich alle sehr auf diesen Länderpokal, denn für den Jahrgang 99 ist er nach vierjährigem Förderungszeitraum sowohl Höhepunkt als auch Abschlussmaßnahme zugleich und das Ganze soll natürlich möglichst positiv abgeschlossen werden.“

Die Ergebnisse können ab Donnerstag bei unter folgendem LINK abgerufen werden.


der Kader der Landesauswahl w99/00:

Aagaard, Helen (SV Henstedt-Ulzburg RL/RR)
Blan, Merle (SV Henstedt-Ulzburg RA/LA)
Dalinger, Pia (VfL Bad Schwartau RL/RM)
Glaser, Anna (SV Henstedt-Ulzburg TW)
Harders, Ricarda (SV Henstedt-Ulzburg RA/RM)
Janczek, Jenny (SV Henstedt-Ulzburg RL/RR)
Kretschmann, Levke HSG Marne-Brunsbüttel RM/KM)
Ley, Katharina (HC Treia/Jübek RR/RM)
Lott, Annika (SV Henstedt-Ulzburg RR/RL)
Nowatzki, Anna (SV Henstedt-Ulzburg RM/RR)
Neiße, Sabrina (SV Henstedt-Ulzburg KM/LA)
Patallas, Hanna (VfL Bad Schwartau TW)
Rodewald, Caroline (SV Henstedt-Ulzburg RL/RR)
Röttger, Lina (SV Henstedt-Ulzburg LA/RA)
Schumacher, Tara (SV Henstedt-Ulzburg KM)
Thomssen, Anna (HSG Marne/Brunsbüttel LA/RA)

Reservespielerinnen:
Maske, Marja (HSG Marne/Brunsbüttel RL/KM); von Pereira, Aimee (MTV Herzhorn RL/RR); Romeyke, Vivian (HG OKT RA/RR); Reese, Nele (HG OKT TW)

Leitung:
Engler, Thomas (Verbandstrainer HVSH)
Burmeister, Jörg (HVSH Kadertrainer w99-00)
Meiners, Kerstin (HVSH Physiotherapeut/-in)


Teil 2: Was ist Talent?

- 11.01.2016

Teil 1: Was ist eigentlich Talent? Der Annäherungsversuch an eine Erklärung

- 08.01.2016

Länderpokal hat „Leuchtturmfunktion“

- 21.12.2015
Thomas Engler ist Landestrainer des Handball-Verband Schleswig-Holstein – und  in den Reihen der 22 Landesverbände des Deutschen Handballbundes (DHB) einer der dienstältesten. Das neue Format, den Länderpokal über den Zeitraum von vier Tagen an einem Ort auszuspielen, hat aus Sicht Englers durchaus Charme. „Sicher, das ein oder andere gilt es zu verbessern, aber in der Summe ist die Idee, die mit dem neuen Modus verfolgt wird, durchaus nachzuvollziehen.“

Engler, weiß um das Problem des Termins. „Ob die Talente, kurz vor Weihnachten und in einer Phase, in der in den Schulen eine Klausur die nächste jagt, wirklich Bestleistungen abrufen können, sei dahingestellt. Aber irgendwann müssen wir spielen.“ Bisher waren die Endrunden des Länderpokals im Frühjahr ausgetragen worden. „Und kollidierten zeitlich in einigen Landesverbänden mit Saisonfinale, in anderen mit Qualifikationsspielen zur nächsten Saison.“

Grundsätzlich billigt Engler, der auch schon für Landesverbände Hessen und Niedersachsen gearbeitet hat, dem Länderpokal eine Art „Leuchtturmfunktion“ und damit auch mediale Präsenz zu. Gegebenenfalls weniger in den Nachrichtenmedien, dafür um so mehr in den sozialen. „Die jungen Damen und Herren sind alle über Instagram und Facebook miteinander verbunden, so dass Dinge tag-, wenn nicht sogar minutengleich miteinander ausgetauscht werden: Ergebnisse, was gut und was schlecht ist, Rahmenbedingungen, was sinnvoll ist – und was nicht.“ Die Reichweite dieser Nachrichten sei nicht zu unterschätzen „und hat Einfluss auf handballfremde Jugendliche und nachfolgende Handball-Jahrgänge, auf die diese Nachrichten auch motivierend wirken können, sich unserem System von Leistungsförderung zu stellen.“

In der Summe genieße der Länderpokal in den Landesverbänden und in den leistungsorientiert arbeitenden Landesverbänden nach wie vor einen hohen Stellenwert. „Man darf auf den Länderpokal oder etwas Vergleichbares nicht verzichten.“


HVSH-Auswahl m99/00: Platz 3 und 2 Spieler im All-Star-Team

- 21.12.2015

Die männliche Auswahl des HVSH hat beim Länderpokal der Jahrgänge 99/2000 einen starken dritten Platz geholt. Nach der Gruppenphase, die als Zweiter beendet wurde, musste sich die Mannschaft um das Trainergespann Thomas Engler, Mirko Spieckermann und Patrick Lafrenz erst im Halbfinale dem späteren Sieger aus Berlin geschlagen geben. Das Spiel um Platz drei wurde wieder souverän gewonnen und zudem zwei Spieler aus Schleswig-Holstein ins Allstar-Team gewählt.


Im Vorfeld der inoffiziellen Deutschen Meisterschaft der Landesverbände hatte das Trainerteam ein ausgeglichenes Turnier erwartet und als Ziel einen Platz im vorderen Drittel ausgegeben. Mit Platz drei konnte diese Vorgabe sogar noch übertroffen werden.

Die HVSH-Auswahl startete mit einem 31:18-Erfolg über Sachsen in das Turnier. Im zweiten Spiel musste sie sich allerdings nach einer mäßigen zweiten Hälfte Niedersachsen denkbar knapp mit 25:26 geschlagen geben, das später dem Saarland mit 28:30 unterlag. So war am zweiten Tag weiterhin alles möglich. Durch zwei deutliche Erfolge gegen Thüringen (36:11) und das Saarland (41:24) wurde das Viertelfinale dann perfekt gemacht. Allerdings reichte dies ‚nur‘ für Platz zwei, was nach einem 31:22-Sieg gegen Württemberg schon im Halbfinale ein Aufeinandertreffen mit Berlin zur Folge hatte. Gegen den Gastgeber, der sich aus der B-Jugend der Füchse Berlin zusammensetzt, hielten die Schleswig-Holsteiner lange gut mit. In den letzten Minuten fehlte allerdings etwas die Kraft, sodass die Hausherren verdient ins Finale einzogen. Dort konnten sie Südbaden mit 29:19 bezwingen und sich vor den eigenen Fans zum Sieger krönen. Auch der HVSH beendete das Turnier mit einem Sieg über Westfalen (33:24) und damit auf einem starken dritten Platz.

Dementsprechend zufrieden äußerte sich auch Verbandstrainer Thomas Engler: „Mit dem dritten Platz bei 20 teilnehmenden Verbänden können wir sehr zufrieden sein. Natürlich will man mehr, wenn man im Halbfinale steht, aber alles in allem war es ein gutes Turnier. Wie erwartetet waren die Gruppen ausgeglichenen und bis auf Berlin konnte keine Mannschaft ihre Gruppe ohne Punktverlust gewinnen. Gegen Berlin war es dann sehr schwer. Aber wir haben ihnen einen tollen Kampf geboten, auch wenn sie am Ende verdient gewonnen haben. Es ist auch ein Lob, dass das Spiel von vielen als vorweggenommenes Finale bezeichnet wurde.“ Doch nicht nur mit dem sportlichen Abschneiden der Nordlichter war Thomas Engler zufrieden: „Das Team hat sich auch abseits des Feldes sehr positiv präsentiert.“

Einen weiteren persönlichen Erfolg feierten Jannek Klein (Rückraumrechts von der SG Flensburg-Handewitt / Jahrgang 99) und Juri Knorr (Rückraummitte vom MTV Lübeck / Jahrgang 2000), die in das Allstar-Team gewählt wurden. „Das ist sehr erfreulich und es spiegelt den guten Ausbildungsstand in diesem und dem nächsten Jahrgang wieder“, so Thomas Engler, der ergänzte: „Im Gegensatz zu manch anderen Verbänden hatten wir einen relativ hohen Anteil an Spielern des Jahrgangs 2000. Die waren schon absolut auf dem Level der höheren Jahrgangsstufe und keiner ist abgefallen. Das war eine wichtige Erkenntnis für mich und die Spieler, die aufgrund ihrer Leistung eine wichtige Hilfe für das Team waren. Alle haben ihre Spielzeiten bekommen und Tore erzielt, denn der breite Kader war sowohl technisch als auch spielerisch sehr gut.“

Zudem zog Thomas Engler auch ein generelles Fazit: „Südbaden hat mit dem zweiten Platz sicher überrascht, da sie im Vorfeld bei Sichtungen nicht unbedingt besonders aufgefallen sind. Daher hätte ich unter den ersten vier andere Verbände, wie zum Beispiel Hessen, erwartet. Aber es bleibt abzuwarten, ob es nun ein paar Verschiebungen gibt oder ob es eine Ausnahme war. Für uns ist das tolle Ergebnis ein Ansporn für das nächste Jahr. Mal sehen, wie die neue Konstellation passt, aber die 2000er, die schon dabei waren, haben gezeigt, dass sie mitspielen können“, so der Verbandstrainer, der abschließend anmerkte: „Die auch von mir in Frage gestellte hohe Belastung scheinen alle gut überstanden zu haben. Das ist auch unserem Physio-Team zu verdanken und ich habe keine schweren Verletzungen mitbekommen. Zudem war es notwendig und wichtig, 16 Spieler dabeizuhaben, was vor allem den Gesamtausbildungsstand eines Landes wiederspiegelt. Allerdings müssen noch die Nachwirkungen überprüft und das Turnier der Mädchen abgewartet werden, bevor man eine Aussage zum Gesamtkonzept machen kann.“

 

Glückwunsch an die Mannschaft und an das gesamte Trainer- und Betreuerteam für diese herausragende Leistung!

 

Die DHB-Trainer Jochen Beppler und Axel Kromer begründen die Nominierung unser beiden Spieler auf www.dhb.de so:

über...

...Jannek Klein Rückraum-Rechts (Schleswig-Holstein): „Jannek hat einen sehr konstanten Länderpokal gespielt und dabei als einer der Leistungsträger seiner Mannschaft viel Verantwortung übernommen. Außerdem hat er Nehmerqualitäten gezeigt und ist häufig immer dahin gegangen, wo es auch weh tut. Er war damit nicht nur aus der Fern-, sondern auch aus der Nahwurfzone erfolgreich.

...Juri Knorr Rückraum (Schleswig-Holstein): „Juri stammt aus dem Jahrgang 2000 und besticht durch sein Passverhalten. Ein Spieler, der auf der zentralen Position viel und gut mit Rhythmuswechseln arbeitet."

 


„Hätte ich nicht zu träumen gewagt“: Rune Dahmke ...

- 15.12.2015

... über THW, Nationalmannschaft und Supercup

Er ist der Shootingstar der DKB Handball-Bundesliga: Rune Dahmke gelang in dieser Saison nicht nur der Sprung in die Stammformation des THW Kiel, sondern auch in den Kader der deutschen Nationalmannschaft. Der Linksaußen ist ein echter „Kieler Jung“: 2007 wurde er für die Kreisauswahl gesichtet und absolvierte 2009 sein erstes Spiel für die Landesauswahl des HVSH. Ein Jahr später schied die Auswahl beim Länderpokal in der Vorrunde aus, doch Dahmke wurde ins All-Star-Team gewählt. Seitdem ging er seinen Weg weiter - der nun bei der Europameisterschaft in Polen eventuell den nächsten Höhepunkt findet…

 

Rune, Stammspieler beim THW Kiel und Debüt in der Nationalmannschaft - hättest du erwartet, dass diese Saison so erfolgreich für dich verläuft?

Das konnte man so nicht erwarten. Sicherlich war nach der Verletzung von Dominik Klein klar, dass ich viel spielen würde. Dass es bei mir dann aber so gut läuft, hätte ich nicht einmal zu träumen gewagt.

 

Was sind die nächsten Schritte in deiner Entwicklung, die du machen willst? Woran musst du vielleicht noch speziell arbeiten?

Ich lerne jeden Tag etwas dazu, und ich arbeite jeden Tag hart dafür, mich zu verbessern. Nur wenn mir das gelingt, kann ich der Mannschaft helfen. Das ist mein oberstes Ziel.

 

Du hast in Kreis- und Landesauswahl beim HVSH gespielt. Welches Erlebnis ist dir aus dieser Zeit besonders in Erinnerung geblieben?

Da gab es viele tolle Momente. Einen davon herauszupicken, fällt mir schwer. Wichtig für die Entwicklung waren sicherlich das zusätzliche Training und die Spielpraxis mit Spielern aus anderen Teams. Das hat mich weiter gebracht.

 

Beim Supercup hast du in Flensburg dein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft gegeben. Inwieweit ist damit ein Jugendtraum in Erfüllung gegangen?

Jeder Sportler träumt davon, einmal den Bundesadler auf der Brust zu tragen. Als es soweit war, hatte ich bei der Hymne eine Gänsehaut. Dann habe ich aber versucht, mich auf mein Spiel zu fokussieren. Das ist mir so gut gelungen, dass ich nach meinem ersten Länderspiel-Tor erst beim Zurücklaufen durch die Zurufe meiner Mannschaftskollegen diesen besonderen Moment realisiert habe.

 

Am letzten Tag in Kiel bist du vom Publikum lautstark gefeiert worden. Wie sehr hat dich das gefreut? 

Das war Wahnsinn. Allein der Moment, im Nationaltrikot in die Sparkassen-Arena einzulaufen, war unglaublich. Schließlich habe ich von Kleinauf als Zuschauer und Fan davon geträumt, einmal dort unten auf diesem Parkett zu spielen. Jetzt dort sogar im DHB-Trikot zu spielen, war einfach toll.

 

Im Januar steht die EM in Polen an: Hoffst du auf eine Nominierung?

Klar. Erst einmal darf ich die Vorbereitung mitmachen. Das ist eine große Ehre, und natürlich würde es mich freuen, wenn ich dann mit nach Polen reisen könnte. Das entscheidet aber einzig und allein der Bundestrainer, ich kann mich nur durch gute Arbeit und vollen Einsatz empfehlen. Das habe ich mir vorgenommen.


 
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