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Nationalspielerin Lone Fischer im Interview: - 06.12.2017

„Immer Spaß an der Sache haben, dann ist auch ganz viel möglich“

 

Aus Schleswig in die Bundesliga - und die Nationalmannschaft: Lone Fischer ist dieser Schritt gelungen. Die Linksaußen vom Buxtehuder SV nimmt derzeit mit der Auswahl des Deutschen Handballbundes an der Weltmeisterschaft teil (01. bis 17. Dezember). Derzeit spielt das DHB-Team seine Vorrunde in Leipzig, das Ziel ist das Finalwochenende in Hamburg. Im Interview sprach Fischer über den WM-Auftakt und verrät, was sie noch mit Schleswig-Holstein verbindet …

 

Lone, ihr seid gegen Kamerun mit einem deutlichen Sieg in die Weltmeisterschaft gestartet und habt gegen Südkorea gleich nachgelegt. Was bedeutet dieser gelungene Auftakt für euch?

 

Das ist sehr wichtig für uns, dass wir gegen Kamerun mit einem Sieg rausgegangen sind. Wir wollten uns gleich im ersten Spiel Selbstbewusstsein für die nächsten Aufgaben holen. Ich denke, mit den weiteren Partien kommen schwerere Gegner auf uns zu und daher war es wichtig, sofort positive Momente mitzunehmen sowie sich an die Halle und die Atmosphäre zu gewöhnen.

 

 

Die Verletzung von Kim Naidzinavicius war in den ersten WM-Tagen das beherrschende Thema. Wie geht ihr als Mannschaft damit um?

 

Es ist natürlich ein Ausfall, den man nie haben will. Er kam so früh, das war für alle ein großer Schock. Wir haben uns am Freitagabend zusammengesetzt und besprochen, dass wir trotzdem unser Ziel nicht aus den Augen verlieren wollen. Kim war eine überragende Spielerin für uns. Wir müssen jetzt als Mannschaft enger zusammenrücken, um diesen Ausfall zu kompensieren.

 

Gemeinsam mit Angie Geschke teilst du dir bei diesem Turnier die linke Außenbahn, vor einem Jahr bei der EM warst du die einzige etatmäßige Linksaußen. Ist das eine Umstellung?

 

Nein. Angie und ich bilden ein sehr gutes Gespann. Wir sind zwei unterschiedliche Linksaußen, das wird uns und der Mannschaft sicherlich zu Gute kommen. Letztes Jahr war ich zwar die einzige gelernte Linksaußen, das stimmt, aber ich habe mir die Position mit Saskia Lang geteilt. Das war - wie auch jetzt mit Angie - eine gute Kombination. Jeder bringt seine Fähigkeiten mit.

 

Welche Fähigkeiten bringst du aus deiner Sicht mit?

 

Ich denke, das hat man gegen Kamerun schon gesehen (schmunzelt). Gerade im Tempogegenstoß kann ich der Mannschaft viel geben - gerade einfache, leichte Tore, für die ich auch in der Bundesliga bekannt bin.

 

Ein Blick von Leipzig in den Norden: Du kommst aus Schleswig-Holstein, hast dort deine ersten handballerischen Schritte gemacht. Für den Handball bist du umgezogen ins niedersächsische Buxtehude. Wie groß ist die Verbindung nach Schleswig-Holstein noch?

 

Sehr groß. Mein Elternhaus steht in Schleswig, von daher bin ich auch noch häufig im hohen Norden (lacht). Ich habe auch noch Familie in Kiel, daher zieht mich noch ganz, ganz viel dorthin. Die Verbindung ist sehr groß.

 

Du hast mit der Auswahl von Schleswig-Holstein damals den Länderpokal gewonnen - erinnerst du dich noch daran?

 

Ja, klar! Wir sind mit dem Jahrgang 87/88 sehr überraschend Deutscher Meister und es sind Erlebnisse, die ich nie im Leben vergessen werden. Wenn ich - so wie jetzt - daran erinnert werde, denkt ich sehr positiv daran zurück. Es waren tolle Erlebnisse!

 

Schleswig-Holstein wird oft als Handballland bezeichnet. Kannst du dem zustimmen?

 

Ja, ich würde das unterschreiben. Gerade im Männerbereich mit Flensburg und Kiel weiß man, dass es stimmt. Auch die Handballförderung wird ganz groß geschrieben, auch ich habe dort ja den Grundstein für meine Karriere gelegt.

 

Du hast dich hochgearbeitet - Oberliga, Regionalliga, Bundesliga. Hättest du dir damals, als du in Schleswig angefangen hast mit Handball, erträumt, jetzt hier bei einer Weltmeisterschaft im eigenen Land zu stehen?

 

Nein, definitiv nicht (lacht). Ich habe alles Step-by-Step aufgebaut und angenommen. Es hat mich damals schon riesig gefreut, dass ich den Schritt in die Bundesliga geschafft habe, was auch kein leichter Weg war. Es hat dann auch einige Jahre gedauert, bis ich mich dort etablieren konnte. Über die Jahre hinweg habe ich dann meine Leistung gezeigt und bin jetzt einfach froh, dass ich hier bei der Heim-WM stehen darf.

 

Wenn eine Auswahlspielerin aus Schleswig-Holstein jetzt sagt: „Ich will das auch schaffen“: Welchen Rat bzw. Tipp würdest du ihr geben?

 

Ich glaube, dass man immer Ziele haben sollte, aber diese Step-by-Step aufbauen muss. Immer einen Schritt nach dem anderen weiterzugehen - so, wie ich es gemacht habe - ist aus meiner Sicht sinnvoll. Ich bin damals von Schleswig nach Owschlag, um im Frauenbereich eine Klasse höher spielen zu können und habe mich dann dort weiterentwickelt. Ich finde es zudem ganz wichtig, den Spaß und die Leidenschaft nicht zu verlieren. Den Handballsport so auszuführen, ist sehr zeitaufwendig und wenn man da nicht mit Spaß dabei ist, kann man seine Leistung auch nicht mehr bringen. Daher: Immer Spaß an der Sache haben, dann ist auch ganz viel möglich (schmunzelt).

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