Schliessen

Die wJB von HNH am Strand von Nürnberg - 05.09.2017

Als Landesmeister SH 2017 im Beachhandball war allen mittel- und unmittelbar Beteiligten und Betroffenen schnell klar, dass wir nun auch zur 1. Deutschen Jugendmeisterschaft des DHB im Beachhandball am 26./27. August nach Nürnberg fahren müssen.

Kräftemessen auf Bundesebene: geile Nummer. Aber ein Beach in Nürnberg? Haben wir auch in Geographie nicht aufgepasst und Nürnberg liegt doch am Meer?

Fazit der 20 Personen starken Reisegruppe nach 3,5 Tagen Abwesenheit, jeweils 1.750 km mehr auf den Tachos der 3 eingesetzten Kleinbusse, nach 2 Testspielen im Vorfeld und dem 4. Platz bei der Beachhandball-Meisterschaft in Nürnberg: wir haben (fast) alles richtig gemacht.

Los ging’s am Donnerstag, d. 24.08., kurz nach dem Mittag, mit 15 Spielerinnen, dem Trainer, dem Co-Trainer (zgl. Kraftfahrer), der Betreuerin und 2 Vätern, ebenfalls Kraftfahrer und im Nebenjob lautstarke, manchmal auch fanatische Fangruppe.

 

Die erste Etappe führte uns nach Hannover zum Testspiel gegen die HSG Hannover-Badenstedt (Oberliga Niedersachsen). Nach 6 Stunden einschl. mehrerer kläglich gescheiterter Versuche, Staus auf der Autobahn zu umgehen, mussten sich die Kraftfahrer, in Hannover angekommen, sagen lassen, dass diese Strecke normalerweise in der Hälfte der Zeit zu schaffen ist … und dass das deutlich besser werden muss.

Das anschließende Spiel gegen die Badenstedter gewannen wir nach einer herausragenden 1. Halbzeit (18:10) und einer weniger guten 2. Halbzeit am Ende mit 32:27. Als Belohnung warteten ein Abendessen beim Italiener und das 4-Sterne-Hotel „H4“ für die Nacht in Hannover.

Am Freitagmorgen, nach einem qualitativ hochwertigen Frühstück, wurde noch kurz der Kleinst-Beach am Hotel H4 getestet und dann ging’s los zu einem weiteren Testspiel nach Erfurt zum Thüringer HC (Oberliga Mitteldeutschland).

Auf halber Strecke hieß es plötzlich: „Wir wollen zu McDonald’s“. Bis zu diesem Moment war an diesem Tag alles super gelaufen; ab dann war es wieder da: unser Navigationsproblem. Rechtzeitig losgefahren, einen klitzekleinen Umweg zu viel genommen, zu spät angekommen, aber mitten in der Erfurter Innenstadt den McDonald’s gefunden. Super Leistung … aber nun keine Zeit mehr für das größte Freibad im Freistaat Thüringen. Stattdessen 1 Stunde zur freien Verfügung im Erfurter Stadtzentrum. Was für eine Alternative!

Die Eindrücke rund um das Testspiel am Abend gegen die Mädchen des Thüringer HC waren vielfältig. Besonders nachhaltig in Erinnerung geblieben sind die vergitterten Umkleidekabinen, das Endergebnis nach 3 richtig gut gespielten Halbzeiten à 20 Minuten mit einem deutlichen 29:19 für uns sowie die überaus freundliche Einladung des Gastgebers zu einem anschließenden Grillen mit Thüringer Rostbratwurst. Aber auch der Genuss dieser außergewöhnlichen regionalen Spezialität konnte nicht verhindern, dass die Marschkolonne vor der Abfahrt nach Nürnberg noch ein weiteres Mal an diesem Tag bei McDonald’s vorbei musste. Danach fuhren wir in die Nacht hinein, um gegen Mitternacht, nach heftigsten Gewittern, wolkenbruchartigen Regenfällen das 4-Sterne-Hotel „Novina Wöhrdersee“ in Nürnberg zu erreichen, wo wir uns für 2 Nächte einquartiert hatten.

Unser erstes Spiel bei der Deutschen Meisterschaft am Samstag, d. 25.08. war für 13:00 Uhr angesetzt. Wir machten uns also am späten Samstagvormittag auf den Weg zum Nürnberger Beach. Und auf dem weitläufigen Gelände des gastgebenden ESV Flügelrad – einem Verein mit bemerkenswerter Beachhandball-Expertise – lächelte uns ein Beachhandball-Areal mit 3 Feldern mit bestem Ostseestrandsand entgegen. Heimatgefühle!

Trotz dieses vermeintlichen Heimvorteils ging das erste Spiel daneben. Der Grund war schnell identifiziert: der Gegner, das Beachteam HBW, war keine Vereinsmannschaft, sondern die Landesauswahl im Beachhandball aus Baden-Württemberg.

Das Thermometer war mittlerweile auf über30°C geklettert. Spätestens jetzt war allen klar: wir sind nicht am Ostseestrand.

Der nächste Gegner hieß Bavaria Beacher. Unser Bauchgefühl wurde bestätigt, als wir feststellten, dass es sich bei diesem Team erneut um eine Landesauswahl Beachhandball, dieses Mal aus Bayern, handelte. Auch bei diesem Spiel gab‘s außer verbaler Anerkennung für unseren Einsatz keinen Blumentopf zu gewinnen.

Aufwind verspürten wir in Anbetracht der beiden nächsten Gegner, dem SV Union Halle-Neustadt und den Pfeffersportlern Berlin, die wir als „normale“ Vereinsmannschaften identifizieren konnten und uns nun die ersten Gewinnpunkte ausrechneten.

Das Ziel war somit klar gesteckt, wurde gegen Halle-Neustadt auch sehr deutlich erreicht, aber gegen Berlin musste am Ende der 2. Hälfte bei Unentschieden das Golden Goal herhalten, was dann auch zu unseren Gunsten fiel. Mit 4:4 Punkten ging es zurück ins Hotel und nach dem Duschen schloss sich die obligatorische Frage an: „Was gibt’s zum Abendessen?“

Wer jetzt meint, McDonald’s wäre zum dritten Mal in 2 Tagen 1. Wahl, wird nun enttäuscht zur Kenntnis nehmen müssen, dass wir auch anders können. Denn unsere interkulturelle Kompetenz führte uns zum Türken im Nürnberger Hauptbahnhof. Aus den avisierten 10 Minuten Fußweg wurden dann – auch ohne sich zu verlaufen – 20 Minuten, aus „Döner für alle“ wurde dann Döner für 13, ergänzt mit „KFC“ und Panini von „BackWerk“.

Wieder spät zurück im Hotel, nach einer kurzen Nacht, aber einem leckeren Frühstück, checkten wir aus und fuhren zum Sportgelände, um zum letzten Spiel anzutreten. Der letzte Gegner, die bis dahin ungeschlagenen Beach Bazis, waren eindeutiger Titelanwärter. Unsere Chancen auf den Meistertitel hingegen hatten sich schon am Vortag verflüchtigt.

Unsere Absicht, uns mit einem engagierten Spiel würdevoll aus Nürnberg zu verabschieden, wurde mit 2 roten Karten gegen uns nachhaltig torpediert. Trotz aller Bemühungen ging die erste Hälfte gegen den späteren Deutschen Meister klar mit 22:13, die 2. Hälfte, die wir lange Zeit offen halten konnten, mit 13:10 verloren.

Trost fanden wir in der Erkenntnis, dass wir nur gegen die Beach-Spezialisten verloren hatten, die im direkten Vergleich eher weniger Tore erzielten als wir, diese aber eben mit jenen spektakulären Würfen, die mit Zusatzpunkten gewertet werden.

In Anbetracht der noch vor uns liegenden 800 km langen Rückreise wurden wir in einer Spielpause – noch deutlich vor der offiziellen Siegerehrung – vom Turnierleiter des DHB geehrt und mit den besten Wünschen für die Heimreise verabschiedet.

Gegen 14:45 Uhr verließen wir Nürnberg, um dann kurz nach Mitternacht, nach einer mehr als gut gelungenen Rückreise einschließlich eines weiteren Besuchs bei McDonald’s, in die Arme einiger glücklicher Eltern fallen zu können.

Sehr sehr schön war’s! Gerne wieder!

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