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Frauen Final Four am 24./25.02.2018 in Harrislee - 16.02.2018

Hochklassige Spiele um Landespokalsieg der Frauen erwartet

 

Kiel, 20.02.2018. Am 24. und 25. Februar findet in Harrislee in der Holmberghalle, Holmberg 20, das HVSH Final Four der Frauen statt. Dieses Event wird vom Handballverband Schleswig-Holstein bereits zum achten Mal durchgeführt. Dabei kommt es in diesem Jahr zu einer besonderen Premiere: Durch die Unterstützung der Partner Volksbanken Raiffeisenbanken und Flensburger Pilsener werden alle vier Spiele um den Pokalsieg live auf Sportdeutschland.TV übertragen. Somit können alle nicht anwesenden Handballer die Spiele verfolgen. Der Handballverband Schleswig-Holstein konnte mit Finn-Ole Martins (Radio FOM) einen in der Handballlandschaft anerkannten Experten als Kommentator gewinnen.

 

Im ersten Halbfinale am Samstag um 15.30 Uhr kommt es zur Partie zwischen dem gastgebenden TSV Nord Harrislee und dem TSV Alt Duvenstedt. Der TSV Nord Harrislee konnte bereits vor zwei Jahren in eigener Halle den Pokalsieg feiern und zählt auch in diesem Jahr als aktuell Vierter in der 3. Liga zum Favoritenkreis. Der TSV Alt Duvenstedt spielt in der Schleswig-Holstein Liga (aktuell 2. Platz) und hat sich erstmals für das HVSH Final Four qualifiziert.

 

Das mit Spannung erwartete Drittliga-Derby zwischen den Ligakonkurrenten SV Henstedt-Ulzburg (3. Platz) und der HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen (5. Platz) findet im Anschluss um 18.00 Uhr statt. In den vergangenen fünf Jahren konnten die Frogs-Ladies aus Henstedt-Ulzburg zwar vier Mal den Titel gewinnen, doch auch die HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen spielt eine gute Saison und geht daher nicht chancenlos in das Spiel.

 

Die Sonntagsspiele werden um 12.00 Uhr (Spiel um Platz 3) und 14.30 Uhr (Finale angepfiffen.

 

Neben spannenden Spielen erwartet die Besucher ein attraktives Rahmenprogramm: Zu jedem Spiel gibt es ein Tippspiel, bei dem es tolle Preise zu gewinnen gibt. Unter anderem können Gutscheine für eine Kurzreise mit der Stena Line nach Göteborg oder Eintrittskarten für Spiele der SG Flensburg-Handewitt und des THW Kiel gewonnen werden. Am Samstag findet in der Pause zwischen beiden Halbfinalspielen ein Handball-Inklusionsspiel der Fireballs aus Munkbrarup gegen die Handiballer aus Neumünster statt.

 

Eintrittskarten sind an der Tageskasse für 8 Euro (Erwachsene), 5 Euro (Jugendliche 15-17 Jahre) erhältlich. Kinder bis einschließlich 14 Jahre haben freien Eintritt.

 

 

Für Rückfragen:

Sport- und Event-Marketing Schleswig-Holstein GmbH
Stephan Zeh
Mail: s.zeh@semsh.de

Tel.: 0431/6486-177

 

 

Partner des HVSH Final Four:

 

Handballverband Schleswig-Holstein mit nächster Weichenstellung - 25.01.2018

Das Präsidium des HVSH schließt seine Planungen zur personellen Neuausrichtung der Geschäftsstelle ab. Frank Hamann wird als weiterer Eckpfeiler das Team der hauptamtlichen Mitarbeiter verstärken und ab 01.04.18 seine Tätigkeit im Haus des Sports aufnehmen.

 

Nach der beruflichen Neuorientierung und dem damit verbundenen Abgang von Darius Krai als Mitarbeiter für den Spielbetrieb Ende Januar 2018, treibt die HVSH-Führungscrew um Präsident Dierk Petersen die strategische Neuausrichtung im Personalbereich zügig voran. Nur eine Woche nach Bekanntgabe des neuen Geschäftsführers Sascha Zollinger freut sich Petersen, einen weiteren anerkannten Fachmann für den HVSH gewonnen zu haben: „Frank Hamann hat in den vergangenen Jahren seine Spuren in der Verbandsarbeit auf Landes- und Bundesebene hinterlassen. Er wird in den Ressorts Spieltechnik, Leistungssport und Lehre sowie in der Projektarbeit mit seiner Erfahrung, seiner strukturierten Arbeitsweise und seinem hohen Engagement ein großer Gewinn für den HVSH sein.“

 

Der 44-Jährige EHF-Mastercoach arbeitet seit 2012 für den Deutschen Handballbund als Bundestrainer für die weibliche Jugend und ist laufend in die Organisation von Veranstaltungen im Leistungssport wie der Aus- und Fortbildung integriert. Zu seinen größten Erfolgen als DHB-Trainer zählt der Gewinn der Silbermedaille bei der U18 WM 2014, bei der mit Emily Bölk und Jessica Jochims gleich zwei DHB-Spielerinnen in das All-Star-Team gewählt wurden. Darüber hinaus hat er mehrere Jahre als Verbandstrainer Strukturen im Hamburger Handball-Verband gelegt. Hamann freut sich auf seine neue Aufgabe: „Ich freue mich vor allem, Teil des HVSH-Teams zu werden. Die ersten Gespräche mit Dierk Petersen und Sascha Zollinger waren sehr motivierend. Gemeinsam mit allen anderen Kolleginnen und Kollegen werden wir vieles in die richtige Richtung bewegen können.“

 

Auch der angehende HVSH-Geschäftsführer Sascha Zollinger freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit mit Hamann auf der Geschäftsstelle: „Frank Hamann ist ein weiterer wichtiger Baustein für die personelle Neuausrichtung. Der HVSH wird von seiner langjährigen Erfahrung auf Landes- und Bundesebene sowie in der Vereinsarbeit in vielfältiger Art und Weise profitieren.“

 

Damit sind die personellen Planungen für das neue Team der Geschäftsstelle abgeschlossen. HVSH-Präsident Dierk Petersen bringt seine Freude darüber zum Ausdruck: „Ich sehe die Geschäftsstelle personell sehr gut aufgestellt. Wir verstehen uns als Dienstleister für die Mitglieder und Vereine. Mit den hauptamtlichen Mitarbeitern Sascha Zollinger, Frank Hamann, Thomas Engler und Mareike Grenke sind wir für die Zukunft bestens gerüstet.“ 

Handballverband Schleswig-Holstein mit neuem Geschäftsführer - 16.01.2018

Frischer Wind beim HVSH – Ab 01.02.18 wird Sascha Zollinger die Position des Geschäftsführers bekleiden und in hauptamtlicher Tätigkeit der Geschäftsstelle vorstehen.

 

Die Neubesetzung war notwendig geworden, nachdem Vorgänger Gert Adamski sich zum Ende des vergangenen Jahres beruflich verändert hat. Der HVSH hatte die Stelle im November 2017 offiziell ausgeschrieben. Nach Sichtung der Bewerbungen und einigen Vorstellungsgesprächen entschieden sich die Verantwortlichen um Präsident Dierk Petersen nun für Zollinger. „Wir haben nach dem Ausscheiden von Gert Adamski einen idealen Kandidaten für die Nachfolge finden können. Mit seinem breiten Netzwerk, seiner großen Kompetenz sowie hohen Engagement wird Sascha Zollinger den Verband sicher bald nach vorne bringen,“ erklärt der HVSH-Präsident Dierk Petersen.

 

Der 40-jährige Zollinger ist derzeit noch als Sport-Direktor in der Flensburg Akademie, dem Nachwuchsleistungszentrum der SG Flensburg-Handewitt, tätig. Durch seine langjährige Tätigkeit im Nachwuchsleistungssport verfügt er über ein hervorragendes Netzwerk zur HBL sowie dem DHB und zeichnet sich u.a. für die HBL-Zertifizierung der SG Flensburg-Handewitt verantwortlich. Auch die Arbeit mit der Basis gehört durch ein hiesiges Konzept für Partnervereine sowie eine ehrenamtliche Tätigkeit im Kreishandballverband Flensburg zu seinen regelmäßigen Aufgaben. „Ich freue mich sehr auf diese anspruchsvolle neue Aufgabe. Nach elf Jahren in Flensburg fällt mir der Abschied nicht leicht, die aktuellen Herausforderungen in der Verbandsarbeit verbunden mit einer strategischen Neuausrichtung sind allerdings sehr reizvoll,“ erklärt Zollinger.

 

Als A-Lizenzinhaber fungiert der gebürtige Rendsburger in dieser Saison noch als Trainer in der 3. Liga Nord beim SG Flensburg-Handewitt-Juniorteam. Diese Aufgabe wird er bis zum Ende der Saison parallel fortführen, ehe er sich ab Mai 2018 dann ausschließlich den Themen des HVSH widmen wird.

Länderpokal in Sindelfingen - 09.02.2018

Kleiner Einblick: Handball in den Schulen

- 09.02.2018

Neben der Vereinsarbeit und der Punktspielrunden auf Kreis- und Landesebene finden auch in den Schulen Meisterschaften statt.

Wir wollen Euch mit diesem Bericht einen kleinen Einblick geben, wie der Handball auch in den Schulen des Landes gelebt wird.

 

Kreismeisterschaft der Grundschulen in Ostholstein

Die Otfried-Preußler-Schule Pansdorf gewann sowohl mit der Jungen-, als auch mit der Mädchenmannschaft die Kreismeisterschaften der Grundschulen in Ostholstein. Die Mädchen konnten somit ihren Titel vom Vorjahr verteidigen. Die beiden Teams freuen sich nun, gemeinsam bei den Bezirksmeisterschaften am 28.02.2018 antreten zu können.

In Kooperation mit der Handballabteilung des TSV Pansdorf hat die Otfried-Preußler-Schule Pansdorf in den vergangenen Jahren bereits mehrfach auch an Aktionen des HVSH teilgenommen und so immer wieder neue Kinder für den Handballsport gewinnen können. Die Teilnahme am Trikottag oder am Handballtag gehören jedes Jahr fest in den Terminkalender der Schule und des Vereins. Für große Begeisterung sorgte im letzten Jahr die Teilnahme am Tag des Handballs in Hamburg, wo der Gewinn des Trikottages (ein Sack Handbälle) vom Präsidenten des HVSH übergeben wurde.
 

 


Handball auf den Inseln: 13 Stunden für ein Auswärtsspiel

- 19.01.2018

Die Inseln Schleswig-Holsteins sind beliebte Urlaubsziele, doch mit Handball verbindet man Fehmarn, Sylt und Co. meist nicht. Die Lage in Nord- und Ostsee bringt für Vereine und Spieler auch einige Besonderheiten mit sich - wie zum Beispiel die Abhängigkeit vom Autozug. Ein Blick nach Westerland und Fehmarn …

 

Von Julia Nikoleit / Medienmannschaft

 

Bevor Lars Schnittgard mit seiner Mannschaft auf Auswärtsfahrt in der Landesliga Nord geht, ist eine umfassende Planung vonnöten. Jeden Montag versammeln sich die Trainer und Betreuer des TSV Westerland und besprechen mit dem Spielwart des Vereins die Wochenend- und Fahrtenplanung. „Wir müssen immer schon 45 Minuten fahren, um erstmal eine Auswärtstour vom Festland zu beginnen“, berichtet Schnittgard. „Wir fahren entweder mit dem Autozug bis Niebüll und dann mit unseren Bussen oder wir nehmen den Zug und dann geht es per Busunternehmen oder Taxi weiter.“

 

Die Gegner in der Landesliga führen die Mannschaft aus Westerland bis nach Neumünster und Kiel. Insgesamt zwei Busse stellt ein Sponsor dem Verein zur Verfügung, die jedoch spartenübergreifend genutzt werden. „Auswärtsfahrten müssen daher schon sehr genau und akribisch geplant werden“, erläutert Schnittgard. Die zeitlich kürzesten Touren in dieser Spielzeit waren die Fahrten nach Tarp und Jarplund - inklusive des Spiels war sein Team sieben bis acht Stunden unterwegs. Beim Auswärtsspiel in Kiel hatte der TSV mit Verspätungen bei der Deutschen Bahn zu kämpfen und war am Ende erst nach über 13 Stunden wieder daheim.

 

Die komplizierte Anreise hat natürlich Auswirkungen auf den Spielbetrieb. Anwurfzeiten am Abend erschweren den Alltag des Inselklubs, sind jedoch zeitgleich notwendig. „Wenn in Rendsburg um 18:30 Uhr Anpfiff ist, ist es unmöglich, den letzten Autozug um 21 Uhr zu bekommen“, beschreibt Schnittgard das Problem. „Auf der anderen Seite sind Anwurfzeiten vor 17:00 Uhr jedoch kaum möglich, da wir - auch das ist inseltypisch - teilweise noch am Samstag bis mindestens 12:00 Uhr arbeiten müssen.“

 

Spiele unter der Woche sind für die Sylter so unmöglich zu realisieren. Im Viertelfinale des Landespokals konnte seine Mannschaft daher nicht antreten, da der Gegner nur Termine in der Woche um 19:00 Uhr herum anbot. Um das zu schaffen, hätte Schnittgard mit seiner Mannschaft spätestens um 14 Uhr abfahren müssen, was für seine Spieler arbeitstechnisch nicht machbar war. „So waren wir kampflos raus und mussten noch eine hohe Nichtantrittsstrafe zahlen“, ärgert sich der Coach.

 

Bei der Terminierung der Heimspiele bemüht sich Westerland hingegen, seinen Gästen entgegenzukommen. „Wir planen unsere Heimspiele so, dass unsere Gegner noch gut nach Hause kommen“, unterstreicht Schnittgard. Einige Gegner würden auch im Vereinsheim des TSV übernachten und aus der Partie einen Wochenendtrip machen. Er wünsche sich einfach, dass auch „Verband und Gegner unsere Situation ein wenig beachten und ein wenig Fingerspitzengefühl walten lassen“. Positive Erfahrung machten die Sylter mit der SG Pahlhude/Tellingstedt. Aufgrund von Bahnproblemen verzögerte sich die Anreise, doch dann „holte der Gegner uns am Bahnhof ab, damit wir es überhaupt noch schafften“, schildert Schnittgard dankbar.

 

Die Probleme, mit denen die Männer zu kämpfen haben, lassen sich auf die Frauen- und Nachwuchsmannschaften des Vereins übertragen - auch, wenn bei den Kindern und Jugendlichen die Wege zum Auswärtsspiel nicht ganz so weit sind. Die Auswirkungen auf den Spielbetrieb sind jedoch nur eine Seite der Medaille. Die Lage vor der Küste bringt auch andere Erschwernisse mit sich: Der Weg zum Training ist lang, wenn man vom Festland kommt und ist bei schlechtem Wetter schon einmal unmöglich. Neue Spielerinnen und Spieler für sich zu gewinnen, ist oft kompliziert und die Fahrtkosten belasten die Vereinskasse.

 

„Die Insellage und die daraus resultierenden Probleme sorgen dafür, dass es sehr schwierig ist, höherklassigen Sport zu betreiben“, fasst Schnittgard zusammen. Die Fußballer des Vereins mussten ihre erste Mannschaft in der Winterpause abmelden, da sie auf Dauer keine spielfähige Truppe stellen konnten. Die Handballer stemmen sich mit viel Einsatz gegen eine solche Entwicklung. Schnittgard: „Es gehören Glück, viel Arbeit und Geduld, engagierte Leute und - ganz wichtig - ein intaktes, gutes Umfeld von Verein, Fans und Sponsoren dazu, um die Abteilung am laufen zu halten.“

 

Während der Handball auf Sylt Tradition hat - beim TSV gibt es die Sparte seit 1946 - kann nicht auf allen Inseln des nördlichsten Bundeslandes solch ein Aufwand geleistet werden. Auf Föhr und Pellworm bieten die Klubs immerhin noch Training an, nehmen jedoch nicht am Spielbetrieb teil; auf Helgoland und Amrum findet der Sport hingegen quasi nicht statt. Auf der größten Insel ist der Handball jedoch ähnlich wie in Westerland eine Erfolgsgeschichte. Der SV Fehmarn stellt derzeit zehn Mannschaften, die männliche C-Jugend wurde in der vergangenen Saison Regionsmeister. „Wir können in Ostholstein mit den Spielgemeinschaften super mithalten und auch Auswahlspieler stellen“, freut sich Jannick Taurino, der in dem Klub groß wurde und aktuell sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im KHV Ostholstein absolviert.

 

Anders als der TSV Westerland hat es der SVF etwas einfacher, da die Insel über die Fehmarnsundbrücke mit dem Festland verbunden ist, die auch Autos befahren können. Der Sylter Hindenburgdamm dient ausschließlich dem Bahnverkehr. „Nachwuchsspieler sind eigentlich relativ gut zu finden, da wir auch mit den Schulen auf Fehmarn kooperieren können und wenige aufs Festland wechseln“, erläutert Taurino. Doch auch an der Ostseeküste kennt man ‚Inselprobleme‘: In der Region habe man „von Fehmarn aus natürlich die längsten Fahrzeiten“. Auch das Wetter spielt eine Rolle: „Tatsächlich mussten wir schon Spiele absagen, da die Brücke aufgrund von starken Sturm gesperrt war“, erinnert sich der FSJler. „Dies ist jedoch ganz selten der Fall.“

 

Von ihrer geografischen Lage wollen sich jedoch weder der SV Fehmarn noch der TSV Westerland herunterziehen lassen. „Änderungen im Spielplan oder dem Modus sind kaum umzusetzen, da die Anzahl der Mannschaften zurückgeht und man generell immer weiter fahren muss“, weiß Taurino, dass die Probleme auch über die Inselküsten hinausgehen. „Es ist nicht leicht für uns, überhaupt Mannschaften im Spielbetrieb zu halten - das zieht sich durch alle Sparten auf der Insel wie ein roter Fader“, sagt auch Schnittgart. Seine Mannschaft steht im Mittelfeld, das Saisonziel ist damit trotz Verletzungssorgen und Problemen mit der Deutschen Bahn erreichbar - und die Leidenschaft macht die Erschwernisse mehr als wett. Schnittgard: „Wir kennen unsere Situation hier auf der Insel alle und meckern nicht, sondern versuchen vielmehr, sie im sportlichen Sinne zu lösen, weil wir alle den Handball lieben.“ Daran wird auch die komplizierte Planung der weiteren Auswärtsfahrten nichts ändern. 


DHB: amtliche Bekanntmachungen

- 17.01.2018

Der Bundestag des Deutschen Handballbundes hat am 28.10.2017 in seiner Sitzung in Berlin nach Feststellung der Beschlussfähigkeit die folgenden Satzungs-und Ordnungsänderungen mit den satzungsgemäß notwendigen Mehrheiten beschlossen. Diese stehen hier zum Download zur Verfügung und treten wie angegeben in Kraft.

Der DHB-Bundesrat hat in seiner Sitzung am 27.10.2017 folgenden für alle Verbandsbereiche verbindlichen Beschluss bezüglich der Durchführung des Spielbetriebs während der Männer-Weltmeisterschaft 2019 gefasst: Amtliche Bekanntmachung Bundesrats-Beschluss


Tolle Spiele um den HVSH-Landespokal der Männer erwartet

- 09.01.2018

HVSH FINAL FOUR der Männer am 13. und 14. Januar: 

Kiel, 09. Januar 2018. Am kommenden Wochenende, 13. und 14. Januar, findet in der Ostholsteinhalle in Grömitz das HVSH Final Four der Männer statt. Neben der HSG Ostsee Neustadt Grömitz aus der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein haben sich noch der HC Treia/Jübek, TSV Mildstedt und die HSG Marne/Brunsbüttel allesamt aus der Schleswig-Holstein-Liga für das Finalwochenende qualifiziert. Neben dem Landespokalsieg geht es für den Sieger auch um den Einzug in den DHB-Amateur-Pokal.

 

Am Samstag, 13. Januar, beginnt das erste Halbfinale zwischen der HSG Marne/Brunsbüttel und dem TSV Mildstedt um 15.30 Uhr. Der TSV Mildstedt belegt aktuell den 4. Tabellenplatz und konnte das direkte Duell gegen die HSG Marne/Brunsbüttel (6. Tabellenplatz) mit 36:33 gewinnen.

 

In der zweiten Partie um 18.00 Uhr kommt es zum Duell Oberliga gegen Schleswig-Holstein-Liga. Der Zweitplatzierte aus der Schleswig-Holstein Liga HC Treia/Jübek trifft auf die HSG Ostsee Neustadt Grömitz, dem aktuellen Tabellenführer in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein.

 

Alle Fans dürfen sich auf ein tolles Event freuen. Am Sonntag, 14. Januar, werden die Partien um 13.30 Uhr (Spiel um Platz 3) und 16.00 Uhr (Finale) angepfiffen. Neben spannenden Spielen erwartet die Besucher ein attraktives Rahmenprogramm: Zu jedem Spiel gibt es ein Tippspiel, bei dem die Gewinner Preise wie beispielsweise Tickets für Spiele des THW Kiel und eine Kurzreise mit der Stena Line nach Göteborg gewinnen können.

Eintrittskarten gibt es an der Tageskasse. Einlass am Samstag ab 14.30 Uhr und Sonntag ab 12.30 Uhr.

Weitere Informationen auf: www.hvsh.de/FinalFour

Für Rückfragen:

Sport- und Event-Marketing Schleswig-Holstein GmbH
Stephan Zeh
Mail: s.zeh@semsh.de

Tel.: 0431/6486-177

Mobil: 0171-333 26 63


Auf einen Blick: Wie stehen die überregionalen Teams da?

- 09.01.2018

Bundesliga, 3. Liga, Jugendbundesliga: Zahlreiche Mannschaften aus dem Handballverband Schleswig-Holstein sind überregional aktiv. Kurz vor Weihnachten haben wir einen Blick auf die jeweilige Tabellensituation geworfen…

 

DKB Handball-Bundesliga (Männer)

 

Die SG Flensburg-Handewitt (4. Platz) und der THW Kiel (5. Platz) stehen im vorderen Drittel der Tabelle - im Kampf um die Meisterschaft haben die beiden Nordklubs jedoch mit drei bzw. fünf Zählern bereits einen kleinen Rückstand auf den Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen. Am 26. Dezember steht noch ein Spieltag an, bevor die Liga bis Februar pausiert. Aus dem DHB-Pokal sind beide Mannschaften ebenfalls ausgeschieden.

 

2. Bundesliga (Männer)

 

Einziger Vertreter aus dem nördlichsten Bundesland in der 2. Bundesliga ist der VfL Lübeck-Schwartau. Mit 26:10 Punkten steht das Team von Torge Greve auf dem dritten Tabellenplatz und hat nur einen Punkt Rückstand auf die SG BBM Bietigheim, die auf dem ersten Aufstiegsrang liegt. Am 22. und 26. Dezember stehen noch je ein Spieltag an, bevor die Liga bis Februar pausiert.

 

3. Liga Nord (Männer)

 

Der TSV Altenholz belegt in der 3. Liga Nord den zweiten Rang und hat nur zwei Punkte Rückstand auf den Tabellenführer aus Hamburg. Die Stadtrivalen aus Flensburg stehen hingegen in der unteren Hälfte: Die Reserve der SG Flensburg-Handewitt ist Tabellenneunter, der DHK Flensborg steht zwei Plätze dahinter auf dem 11. Rang. Der HSV Norderstedt hatte seine Mannschaft vor Ligastart zurückgezogen.

 

Jugendbundesliga Nordstaffel (männlich)

 

In der SG Flensburg-Handewitt, dem THW Kiel, dem TSV Sieverstedt und dem VfL Bad Schwartau spielen vier Teams aus Schleswig-Holstein in der Jugendbundesliga. Wie schon in der deutschen Beletage belegen die SG und der THW den 4. bzw. 5. Platz. Neuling TSV Sieverstedt weist mit 12:12 Punkten ein ausgeglichenes Punktekonto auf und steht auf dem siebten Rang - einen Platz vor dem Nachwuchs aus Schwartau.

 

Handball-Bundesliga Frauen

 

Kein Team aus Schleswig-Holstein vertreten

 

2. Bundesliga (Frauen)

 

Kein Team aus Schleswig-Holstein vertreten

 

3. Liga Nord (Frauen)

 

Die Nordstaffel der 3. Liga der Frauen wird mit zwölf Teams gespielt - und die Hälfte der Mannschaften kommen aus Schleswig-Holstein. Der SV Henstedt-Ulzburg (3.), der TSV Nord Harrislee (4.), die HG O-K-T (5.) und die HSG Jörl DE Viöl (6.) können ein positives Punktekonto für sich verbuchen. Für den TSV Wattenbek und den TSV 1860 Travemünde sieht es hingegen nicht ganz so gut aus. Beide Mannschaften stehen auf einem Abstiegsrang. Wattenbek hat immerhin 7:15 Zähler und ist damit punktgleich mit den beiden Teams vor sich, Travemünde ist mit 4:18 Punkten Vorletzter.

 

Jugendbundesliga weiblich

 

Im VfL Bad Schwartau hat eine Mannschaft aus Schleswig-Holstein den Sprung in die Zwischenrunde der JBLH geschafft. In der Gruppe A trifft das Team ab Januar auf den TV Aldekerk, die HSG Blomberg-Lippe und die HSG Bensheim/Auerbach.

 

 

Stand der Platzierungen: 22.12.2017, 12:00 Uhr


Blick über den Tellerrand: „Talententwicklung muss auf richtiger Wertevermittlung basieren“

- 09.01.2018

In den vergangenen Wochen sichtete der Handballverband Schleswig-Holstein  wieder die Talente für seine Landesauswahlen. Bereits am 25. November standen die Jungen des Jahrgangs 2003 im Blickpunkt, am 09. Dezember lag der Fokus dann auf den Mädchen des Jahrgangs 2004. Doch wie entwickelt man Talente eigentlich gut? Welche Rolle spielt das soziale Umfeld? Und welchen Raum nimmt der Spaß am Sport bei der Talententwicklung ein?

Sportwissenschaftler Martin Weddemann ist zwar in der Welt des Fußballs zuhause, doch hat er auch schon häufig über den Tellerrand und in andere Disziplinen hinein geschaut - auch in den Handball. Weddemanns Vorstellung davon, wie junge Talente betreut und begleitet werden sollten, ist daher nicht fußball-spezifisch, sondern beinhaltet viele allgemein gültige Ansätze.

Im Sport – auch in den Mannschafts- und Spielsportarten – geht es zunehmend ums Geld. Auch im Handball wird inzwischen viel Geld umgesetzt. Wie entwickelt man in solch einem Umfeld überhaupt Talente? Gibt es eine Erfolgsformel für junge Talente?

 

Nein, pauschale Erfolgsformeln und -Rezepte gibt es leider nicht, da jede Karriere und deren Verlauf ein höchst individuell verläuft. Viele erfolgreiche Karrieren zeigen allerdings, dass man die Komponente Glück nicht unterschätzen sollte. Glück kann man nicht planen, aber man kann eine Menge dafür tun, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Seriöse Vorbereitung ist entscheidend, denn letztlich ist Glück oft nichts anderes als Bereitschaft, die auf Gelegenheit trifft. Man muss bereit und vorbereitet sein wenn die Gelegenheit kommt. Ein gutes Umfeld kann definitiv helfen diese Gelegenheiten zu antizipieren und rechtzeitig zu erkennen. Die Bereitschaft, diese Gelegenheit auch zu nutzen, hängt dann stark von der internalen Motivationslage des Talents ab, die wiederum auch stark vom direkten sozialen Umfeld geprägt und in der frühen Kindheit und Jugend maßgeblich entwickelt wird.

 

Welche Rolle spielt das direkte soziale Umfeld?

 

Das Umfeld kann – sportartunabhängig – die schwächste Stelle im System sein und zum limitierenden Faktor werden. Das reine Training der athletischen, technischen und taktischen Komponenten ist natürlich essentiell aber eben nicht alleine ausschlaggebend, ob es ein Talent nach ganz oben schafft. Es kommen immer noch weitere Faktoren wie das direkte sozio-kulturelle Umfeld, internale Motivation, gute Trainer und das richtige Mindset des Athleten dazu, um im Hochleistungssektor Spitzenleistungen abrufen zu können.

 

Können Sie diese Faktoren näher erklären?

 

Ich betrachte ein Talent und sein direktes Umfeld immer aus einer sozialpsychologischen, einer pädagogischen und einer athletischen Perspektive, wobei die Entwicklung der letzteren viel von der Qualität der Trainer abhängt und weniger als die ersten beiden Perspektiven durch direkte Intervention beeinflusst werden kann. Daher werde ich hier ausführlich nur auf die ersten beiden Komponenten eingehen.

 

Dieser sozialpsychologisch-pädagogische Blickwinkel aber wird in der Öffentlichkeit und in den Medien so gut wie gar nicht thematisiert.   

 

Die sozialpsychologische Perspektive, welche das soziokulturelle Umfeld des Talents miteinbezieht, als auch die pädagogische Perspektive, dessen Basis sich aus Kerntugenden wie Fleiß, Freundschaft, Loyalität, Lernwilligkeit und Spaß – also Liebe zum Spiel – speist, sind die Grundvoraussetzungen um das richtige Mindset und die richtige Einstellung zum Spitzensport und somit für Training und Wettkampf zu entwickeln.

 

Was ist für ein Talent auf dem Weg zum Erfolg entscheidend?

 

Die für mich wichtigste Perspektive ist die sozialpsychologische. Denn das soziokulturelle Umfeld und die Aktivitäten abseits des Vereinslebens in Elternaus, Schule und direktem Umfeld nehmen sehr starken Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung und Motivation eines jungen Menschen. Hier ist vor allem ein stabiles Elternhaus, das Kerntugenden und ein Wertegerüst vorlebt und vermittelt, von größter Wichtigkeit. Ist dies nicht gegeben ist oftmals auch das beste Training nutzlos.

 

Können Sie bitte noch mehr auf diese Kerntugenden und das von Ihnen angesprochene Wertegerüst eingehen?

 

Ja, womit ich bei der pädagogischen Perspektive wäre. Hier wird die charakterliche Basis für einen Champion definiert. Ein herausragender Sportler ist noch lange kein herausragender Charakter, geschweige denn ein Champion und Vorbild. Es sollte aus meiner Sicht in Elternhaus, Schule und Verein früh viel Wert auf folgende charakterliche Eigenschaften und Tugenden gelegt werden: Ehrlichkeit, Loyalität, Fleiß, Respekt, Lernwilligkeit, Freundschaft und Zuverlässigkeit. Diese Grundwerte und Tugenden sind die Basis, neben einer natürlichen Aufmerksamkeit und Offenheit, um eigeninitiativ, selbstbewusst, selbstkontrolliert und entschlossen Entscheidungen treffen zu können. Diese Basis führt dazu, dass sich Talente realistische Ziele setzen und diese beharrlich und mit Geduld verfolgen und mit Eifer und Entschlossenheit hart an ihren Zielen arbeiten. Der Enthusiasmus für eine Sportart sollte ohne Druck ausgelebt werden können.

 

Ist der Spaß am Spiel nicht ohnehin ein ganz entscheidender Faktor?

 

Ja, klar. Ein elementarer. Ich sage jungen Talenten immer, dass sie sich die Liebe zum Spiel fest in ihrem Herzen einschließen sollen, denn daraus ziehen sie ihre gesamte internale Motivation: Die Motivation jeden Tag, in jedem Training auf eine ganz bestimmte Weise oder in einem bestimmten Detail besser werden zu wollen.

 

Mannschaftssport setzt voraus, ein Rollenverständnis im Team und Verein zu entwickeln, Teamspirit zu fühlen und auch vorzuleben. Zählen Sie diese Fähigkeiten auch zum Wertegerüst?

 

Ja. Und dieses Wertegerüst ist eine Grundvoraussetzung für eine sehr gute moralische, mentale und körperliche Verfassung, die dazu führt, dass technische und taktische Fertigkeiten im Training und im Spielmodus schnell und stressfrei erlernt werden können. Das wiederum führt zu Selbstsicherheit und Selbstvertrauen, um im Wettkampf unter Druck Topleistung abrufen zu können.

 

Welche Bedeutung hat dieses Erlenen von Werten und Grundtugenden  für den Erfolg von Training?

 

Die Basis für die charakterliche Entwicklung und für Spitzenleistung wird in der Kindheit und der Jugend gelegt. Hier geht es viel um Zwischenmenschlichkeit und um Führung durch Achtung und Respekt. Es hilft unabhängig vom Umfeld natürlich enorm, wenn man ein herausragendes genetisches Potential mitbringt. Aber dies ist um ganz oben anzukommen bei Weitem nicht alles. Man wird als Bewegungstalent anfangs immer erste Erfolge feiern und oft auch besser und schneller als Mitspieler lernen, aber konstant über Jahre Spitzenleistung im absoluten Topsegment zu erbringen, ist ein Lernprozess und basiert auf einer stabilen und starken Persönlichkeit, auf einem Wertegerüst und starker internaler Motivation – und nicht nur auf genetischem Bewegungspotential.

 

Wie bewertest du den Faktor der Gene?

 

Ein Toptalent mit herausragendem genetischen Potential und parallel dazu einem herausragendem Charakter, das frühzeitig im richtigen Umfeld gefördert wird, wird von seinen Ausgangsvoraussetzungen immer dem Talent mit dem ‚nur‘ herausragenden Charakter überlegen sein. Aber ein Talent mit herausragendem Charakter wird immer dem genetisch hochveranlagten ‚Talent mit einer instabilen Persönlichkeit und dem defizitären Charakter überlegen sein.

 

Ein junges Talent ist etlichen Einflussfaktoren ausgesetzt, die auch unerkannt wirken: Anfangs wären da beispielsweise übermäßige Aufmerksamkeit und Wertschätzung, wenn ein Wechsel zu einem namhaften Verein stattfindet, auf der anderen Seite aber auch Missgunst und Neid. Hinzu kommen steigende Erwartungshaltungen, falsche Freunde überambitionierte Eltern. Später Geld und Medienwirksamkeit. Wie wichtig ist eine seriöse Beratung?

 

Äußerst wichtig. Die bisher geschilderten Komponenten können das Talent und sein direktes Umfeld selbst beeinflussen und zu großen Teilen steuern. Hier kommt dann auch ein seriöser und guter Berater mit ins Spiel, der das Geschäft bestens kennt und dem Talent und der Familie dabei hilft, ein stabiles Umfeld aufrecht zu erhalten, das neben dem Verein und der Schule dafür sorgt, die charakterliche Entwicklung in die richtige Richtung zu bewegen. Und nicht auch noch Druck ausübt. Es ist schon schwierig genug, in den jungen Jahren die Anforderungen von Schule und Leistungssport unter einen Hut zu bekommen. Zudem herrscht schon sehr früh starker Leistungs- und Selektionsdruck im Verein. Verstärkt wird dies durch die übermäßige Aufmerksamkeit, die einem jungen Talent von vielen Seiten zu Teil wird. Neue ‚Freunde‘ und dubiose ‚Berater‘ biedern sich früh an.

 

Ist auch die Pubertät ein Faktor?

 

Natürlich. Auch sie muss mit all ihren Höhen und Tiefen bewältigt werden. Die jungen Talente zahlen auf jeden Fall einen sehr hohen Preis für die Realisierung ihres Traums vom Spitzensportler. Im Grunde geben Sie ihre Kindheit und Jugend auf. Daher ist ein stabiles Umfeld, das Tugenden, Werte und Normen vermittelt und dem jungen Menschen als Ratgeber in schwierigen Situationen zur Seite steht, essentiell.

 

Interview: Frank Schneller (Medienmannschaft), Lukas Brandl (Talentkritiker.de) 


„Neu denken ist erlaubt“: HVSH-Präsident Dierk Petersen im großen Weihnachtsinterview

- 21.12.2017

„Problem steckt im Alltag“: HVSH plant Schiedsrichtertagung im März

- 21.12.2017

Es ist seit Jahren ein allgegenwärtiges Thema: Der Schiedsrichtermangel im Handball. Mit rund 1.800 lizenzierten Schiedsrichtern gibt es im Handballverband Schleswig-Holstein eigentlich genug ausgebildete Referees, doch trotzdem bleiben immer wieder Spiele unbesetzt. „Das Problem steckt im Alltag“, ist der neue Verbandspräsident Dierk Petersen überzeugt. Gemeinsam mit dem Deutschen Handballbund soll eine Schiedsrichtertagung im März die Auftaktveranstaltung für eine Wende sein.

 

Mit Unterstützung des DHB-Schiedsrichterwartes Wolfgang Jamelle sollen alle Schiedsrichter des Landesverbandes eingeladen werden. „Diese Auftaktveranstaltung ist für die Sensibilisierung gedacht“, erläutert Petersen. Neben dem Austausch sollen verschiedene Projekte vorgestellt werden; außerdem wird ein DHB-Schiedsrichter von seinen Erfahrungen berichten. Im Mittelpunkt stehen jedoch die Teilnehmer: „Wir wollen gemeinsam erarbeiten: Welchen Stand haben die Schiedsrichter im Verband bzw. in ihrem Verein - und was können und wollen wir ändern? Diese Tagung soll quasi ein Anpfiff sein.“

 

Petersen erhofft sich von der Auftaktveranstaltung neue Gedankenansätze. „Wir haben ein bisschen gerechnet und eigentlich müssten 900 Schiedsrichter reichen, um unsere Spiele zu besetzen“, zeigt sich der Präsident irritiert. „Es ist unglaublich, das es bisher keine Mittel zu geben scheint, das aktuelle Problem zu beheben.“ Im Jahr 2017 mussten die Vereine in Schleswig-Holstein gemeinsam rund 60.000 Euro Strafe zahlen, weil nicht genug Schiedsrichter gemeldet wurden.

 

Für den Präsidenten liegt der Bruch nicht an der Qualität der Ausbildung, sondern an dem Schritt in den Alltag. „Die Ausbildung ist sehr professionell“, lobt Petersen. Im vergangenen Jahr bildete der HVSH rund 75 Neu-Schiedsrichter aus; hinzu kamen diverse Erstausbildungslehrgänge in den Kreishandballverbänden. „Ich sehe das Problem darin, dass sich neue Schiedsrichter oft nicht aufdrängen oder durch eigene Spiele nur wenige Termine frei haben“, so Petersen. „Wenn sie einmal ablehnen, werden sie manchmal gar nicht mehr gefragt.“

 

Um dem entgegenzuwirken, will der Verband - auch zusätzlich zur Auftaktveranstaltung - die Kommunikation und die Vernetzung fördern. Eine Idee ist es, eine App für die Ansetzungen zu entwickeln, in der Schiedsrichter sich Spiele „nehmen“ oder auch tauschen können. Ist ein Spiel kurzfristig unbesetzt, könnte auch ein Hilferuf abgesetzt werden. „Ich möchte die Verständigung verbessern“, unterstreicht Petersen. Auch die Betreuung sei ein wichtiger Punkt: „Unsere Schiedsrichter müssen so viel aushalten und das ist gerade für junge Schiedsrichter schwierig, wenn sie alleine gelassen werden. Das möchte ich ändern. Wir müssen gerade den Nachwuchs stärker unterstützen.“ Die Strukturen seien jedoch, so Petersen, „nicht optimal - und daran möchte ich zwingend arbeiten“.


„Es muss alles perfekt laufen“: SG-Nachwuchskeeper Jepsen im Interview

- 19.12.2017

Als die deutsche Jugend-Nationalmannschaft im Sommer beim European Youth Olympic Festival (EYOF) die Goldmedaille gewann, standen in Juri Knorr (HSG Ostsee N/G), Lars Meereis (THW Kiel), Johannes Jepsen und Jaris Tobeler (beide SG Flensburg-Handewitt) vier Spieler aus Schleswig-Holstein im Kader der DHB-Auswahl. Im Interview sprach Torwarttalent Jepsen nun über die laufende Saison in der JBLH, das Highlight seiner Auswahlzeit im HVSH und das Ziel für seine Karriere. 

 

Was ist denn euer Saisonziel?

 

Unser Ziel vor der Saison war es, unter die ersten beiden Mannschaften zu kommen, um ins Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft einzuziehen. Um das jetzt noch zu erreichen, muss im restlichen Saisonverlauf alles perfekt laufen. 

 

Du bist seit 2009 bei der SG Flensburg-Handewitt. Warum hast du dich für den Verein entschieden?

 

Da ich aus Flensburg komme, war die Entscheidung ziemlich klar, dass ich zur SG gehe (lacht).

 

2016 wurdest du vom DHB gesichtet. Welche Erfahrungen hast du zuvor in der Auswahl des HVSH gemacht?

 

Ich habe von Anfang an in der Landesauswahl gespielt  und war da auch bei den älteren Spielern dabei. Die Highlights in dieser Zeit waren die beiden dritten Plätze bei den beiden Teilnahmen am Länderpokal, der ja quasi die deutsche Meisterschaft der Landesauswahlen ist.

 

Du hast dich in der DHB-Jugendnationalmannschaft etabliert und im Sommer beim EYOF Gold geholt. Wenn du auf das Turnier zurückblickst: Was war der schönste Moment?

 

Der schönste Moment war, als wir das Finale gewonnen haben und dann bei der Siegerehrung die Medaillen bekommen haben und die deutsche Hymne gespielt wurde.

 

Was willst du in deiner Karriere noch erreichen?

 

Mein Ziel ist es, ein etablierter Bundesligaspieler zu werden - und im besten Fall auch mal für die A-Nationalmannschaft aufzulaufen.


Als Volunteer beim WM-Finalwochenende: „Bin ein großer Handballfan“

- 19.12.2017

Den Aufbau für die Halbzeitshow, Statistiken verteilen und Ansprechpartner bei Fragen: Ohne die vielen Volunteers wäre die Frauen-Weltmeisterschaft „weder zu stemmen noch zu finanzieren“ gewesen, wie auch DHB-Präsident Andreas Michelmann betonte. Am Finalwochenende in Hamburg war in Franziska Spiegel auch eine Freiwillige aus Schleswig-Holstein im Einsatz. Im Kurzinterview sprach sie über ihre Aufgaben und ihre Verbindung zum Handball.

 

Franziska, wie bist du darauf gekommen, dich als Volunteer für das Finalwochenende zu melden?

 

Ich habe im Internet gelesen, dass es diese Möglichkeit gibt. Nachdem ich in Brasilien bei den Olympischen und Paralympischen Spielen Volunteer war, habe ich die Augen offen gehalten und so habe ich es gefunden.

 

Was waren deine Aufgaben?

 

Wir sind für die Pressevertreter da, wenn es Fragen gibt, verteilen die Statistiken und sind deren Ansprechpartner.

 

Warst du außer in Hamburg auch schon an anderen Spielorten im Einsatz?

 

Nein, ich war nur in Hamburg.

 

Wie ist deine Verbindung zum Handball?

 

Ich habe eine zeitlang beim gespielt - unter anderem beim TSV Altduvenstedt -, aber kann jetzt verletzungsbedingt nicht mehr. Mein Bruder spielt aber noch Handball und ist Schiedsrichter; auch mein Papa hat Handball gespielt. Ich bin zudem ein großer Handballfan und daher immer noch mit dem Sport verbunden.

 

Wie hat dir das Finalwochenende von der Stimmung und den Spielen her gefallen?

 

Ich finde es sehr gut. Frauenhandball ist ansonsten noch viel zu wenig präsent, er müsste noch bekannter sein. Die Spieler waren immer interessant und spannend. 


57. Werner-Seelenbinder-Gedenkturnier

- 12.12.2017

Mit 4 Gespannen und 2 Coaches aus Schleswig- Holstein waren wir vom 20.-22. Oktober bei 57. Werner- Seelenbinder- Gedenkturnier in Berlin vertreten. Nach dem wir am 19. Oktober angereist waren und unser Hotel bezogen hatten, standen am 20.10. die ersten Spiele auf dem Plan. Für unsere zwei männlichen und zwei weiblichen Gespanne gab es jede Menge Feedback und viele Interessante Spiele.

 

Durch das in uns gesetzte Vertrauen konnten wir auch am nächsten Tag noch kleine Unstimmigkeiten im Gespann beseitigen, sowie auch allgemein an unserer Leistung arbeiten. Wir entwickelten uns an jedem Tag und probierten die Tipps unserer Coaches gewissenhaft umzusetzen.

 

Leider gingen Teile der Spiele sehr deutlich aus, sodass wir diesmal nicht so viel Erfahrung in knappen nervenaufreibenden Spielen sammeln konnten.

 

Zwischen allen Gespannen, die aus Berlin, Niedersachsen und Schleswig- Holstein kamen, herrschte eine sehr gute Stimmung und alle probierten sich täglich zu verbessern. Es sei positiv für uns als Schleswig- Holsteiner erwähnt, dass wir als einzige auch zwei weibliche Gespanne ins Turnier schickten.

Rund um waren die Tage sehr gut für unsere Entwicklung und wir haben viele Dinge dazu lernen können.


Frauen im HVSH

- 07.12.2017

Mitte 2017 ist das Projekt "Frauen im HVSH" ins Leben gerufen worden. 

 

Das nächste Treffen wird am 26.02.2018 um 19:00 Uhr im Haus des Sports stattfinden.

 

Alle Interessierten sind Herzlich Willkommen und zur Mitarbeit eingeladen.

 

Bei den bisherigen Treffen sind Interessante Themen angesprochen und diskutiert worden.

 

Gemeinsam sind die einzelnen Referentenstellen betrachtete worden. Mit folgenden Ergebnissen:

 

 


„Die Basis des Sports ist das Ehrenamt“

- 07.12.2017

Boris Rump, Referent im Bildungsressort des DOSB („Sport und Schule“), über die deutsche Sportvereinslandschaft und die Bedeutung des Ehrenamts für das System. Die Rede ist dabei von 1,7 Millionen Mitgliedern ...

 

Von Julia Nikoleit (Medienmannschaft)

 

Herr Rump, DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat einmal gesagt: „Ohne ehrenamtliches und freiwilliges Engagement wäre unser Sportsystem nicht lebensfähig.“ Stimmen Sie diesem Satz zu?

 

Das gesamte Sportvereinssystem, das verbandlich organisiert ist, baut auf dem Ehrenamt und dem freiwilligen Engagement auf. Das Zitat sagt alles: Ohne diese Hilfe und die Arbeit der freiwillig Engagierten und der Ehrenamtlichen hätte die Breite im Sport, wie wir sie in Deutschland haben, gar nicht aufgebaut werden können - und könnte auch nicht weitergeführt werden. Denn abgesehen von einigen professionellen Großsportvereinen sind die Mehrheit komplett ehrenamtlich geführte Vereine mit - im Durchschnitt - rund 300 Mitgliedern. Dort wird die Basis der Ausbildung gelegt, die man am Schluss in der Aufzählung vergisst.

 

 

Wie meinen Sie das?

 

Die Karrieren vieler Sportler - auch und gerade vieler Spitzensportler - haben in solch kleinen Dorfvereinen angefangen. Dort wurden die Grundlagen gelegt, denn die meisten Athleten sind ja nun einmal nicht von Anfang an in einem Spitzenverein und der Spitzensportförderung untergebracht. Sie haben einen Weg beschritten, der meist in jungen Jahren und neben der Schule angefangen hat. Im Laufe der Karriere haben sie auch mit Sicherheit mal den Verein gewechselt, aber ohne die kleinen Vereine zum Einstieg würde das System nicht funktionieren. Erst aus einer Breite entwächst eine Spitze. Wenn wir diese Perspektive verfolgen: Viele Trainer sind ebenfalls ehrenamtlich tätig, nur eine kleine Zahl lebt davon. Wenn deren Herzblut und deren Motivation nicht mehr dahinterstecken würde, bliebe eine Vielzahl an Athleten unentdeckt.

 

Wie viele Ehrenamtliche gibt es in Deutschland?

 

In den 90.025 Sportvereinen in Deutschland engagieren sich - Stand 2016 - insgesamt 1,7 Millionen Mitglieder in ehrenamtlichen Positionen; davon sind rund 750.000 Amtsträger auf Vorstandsebene und 950.000 auf der Ausführungsebene. Allein sie erbringen eine monatliche Arbeitsleistung von 22,9 Millionen Stunden. Zählt man die große Zahl an freiwilligen Helfer/innen hinzu, so sind es über acht Millionen Menschen, die sich im Bereich Sport und Bewegung engagieren.

 

Die Zahlen klingen ja erst einmal beeindruckend, doch es heißt immer wieder, dass die Ehrenamtlichen an allen Ecken und Enden fehlen. Lässt sich das belegen?

 

Über die Krise im Ehrenamt diskutiert man seit Jahrzehnten - nicht nur, aber auch im Sport. An vielen Stellen muss man tatsächlich feststellen, dass Ehrenamtliche fehlen. Der Bedarf, Menschen für solche Positionen zu gewinnen und an diese zu binden, ist beständig da. Es hat zudem Verschiebungen gegeben. Wissenschaftlich wird ein Wandel vom traditionellen Ehrenamt hin zu einem modernen Ehrenamt beschrieben, wo es um eine persönliche Kosten-Nutzen-Kalkulation geht.

 

Was hat das für Folgen?

 

Die Motive haben sich verschoben, ein Engagement ist mit einer gewissen Erwartungshaltung verbunden. Als Verein einen Zettel zu schreiben „Wir suchen einen Trainer“ reicht nicht mehr, sondern man muss vielmehr sagen, was man bietet - ein tolles Umfeld, eine Leistungsgruppe, Möglichkeiten zur Qualifikation oder ähnliches. Manche Dinge werden inzwischen - auch im Ehrenamt - erwartet, und das ist ja auch nicht verwerflich. Es sind schließlich große und wichtige Aufgaben. Da muss man als Verband oder Verein drauf reagieren, um das Ehrenamt auch weiterhin attraktiv zu machen, denn es hat immer schon einen leicht verstaubten Charakter.

 

Macht es einen Unterschied, ob man über Ehrenamt im Leistungs- oder Breitensport spricht?

 

Umso intensiver der Leistungsgedanke in der Vereinsarbeit wird, umso mehr Zeit muss man investieren - anstatt einer stehen vier oder fünf Einheiten plus Wettkämpfe an, meist auch überregional. Die Anforderungen an die Trainer wachsen entsprechend und sind, was Zeit und Intensität betrifft, definitiv größer geworden. Dadurch braucht man Menschen, die das mit einer unglaublichen Bereitschaft und Herzblut machen. Im Leistungssport reden wir zudem längst über eine Professionalisierung, die hauptamtliche Trainer braucht.

 

Was macht das freiwillige Engagement aus?

 

Meistens sind es zunächst die Eltern oder Verwandten, die sich engagieren - sie wollen für ihr Kind das beste. Es ist teilweise unglaublich, was Eltern auf sich nehmen, um die Kinder zum Training zu fahren und welch weite Strecken sie zu den Leistungszentren auf sich nehmen. Da steckt eine große Leidenschaft dahinter. Die Mobilität ist größer denn je und man wird schauen müssen, wie sich das mit den schulischen Anforderungen vereinbaren lässt. Die Eltern sind also ein ganz wesentlicher Faktor, weil sie das organisatorische Drumherum leisten - und auch das ist ehrenamtliche Arbeit.

 

Die Aufgaben, die im Vereinskontext anfallen - wie Kuchenbacken -, fallen erst einmal vielleicht nicht so auf, aber sie sind ganz entscheidend für die Wohlfühlatmosphäre der Sportlerinnen und Sportler. Wenn das Umfeld stimmig ist und ein Engagement im Verein besteht, ist die größtmögliche Leistung möglich. Das hängt nicht nur mit dem Klima zusammen, sondern auch davon, ob man es schafft, in eine Richtung zu arbeiten und dafür zu sorgen, dass alle Ehrenamtlichen und freiwillig Engagieren an einem Strang ziehen. Das ist gewiss nicht immer einfach. Es bleibt eine dauerhafte Aufgabe, Menschen zu finden, die sich am Wettkampftag hinstellen und Brötchen schmieren. Das wissen wir.

 

Welche Maßnahmen des DOSB zur Förderung des Ehrenamts liegen Ihnen besonders am Herzen?

 

Für uns ist es ganz entscheidend, die Schlüsselpositionen im Verein zu stärken, die das Engagement ausmachen. Das sind natürlich in erster Linie unsere Trainerinnen und Trainer, weil sie in unmittelbarer Nähe zum Sportler stehen. Ohne einen motivierten und leidenschaftlichen Trainer an der Basis ist ein Erfolg nicht leistbar. Deswegen ist die gesamte Qualifizierungsebene für uns entscheidend. Wir stärken daher unsere Mitgliedsorganisationen und die Landessportbünde, was diesen Bereich angeht, in hohem Maße.

 

Was heißt das konkret?

 

Wir haben zusammen mit dem Leistungssport eine Trainervision entwickelt. Uns fehlen gut ausgebildete Trainerinnen und Trainer bis in den Spitzenbereich - das müssen wir stärken. In anderen Ländern gibt es ein sehr starkes und anerkanntes Berufsfeld „Trainer“, das gibt es bei uns in der öffentlichen Wahrnehmung leider nicht. Da müssen wir die Rahmenbedingungen verbessern, um die jungen Leute dauerhaft zu gewinnen. Diese Unterstützungsleistung ist für uns ganz wichtig. Abgesehen davon haben wir natürlich viele Initiativen, um das Ehrenamt und das freiwillige Engagement zu stärken. Ein Beispiel dafür sind die „Sterne des Sports“. Das steht ebenfalls im Fokus.

 

Wenn Sie sagen, der Beruf des Trainers sei in der Gesellschaft nicht anerkannt - wie sieht das mit dem ehrenamtlichen Engagement aus?

 

Wir haben in Deutschland eine sehr breite und lang entwickelte Tradition, was das bürgerschaftliche Engagement angeht. Es gibt aber auch in diesem Bereich nach wie vor großes Potential und viel Luft nach oben. Freiwillige und ehrenamtliche Tätigkeiten in anderen Kontexten anzuerkennen und zu würdigen, wäre ein wichtiger Punkt - ob das im Kontext von Wartesemestern von Universitäten ist oder bei Berufseinstellungsgesprächen. Ehrenamtler erwerben durch ihre Tätigkeit im Sport abseits ihrer Ausbildung unglaublich viele Kompetenzen und Erfahrungen. Das kann in vielerlei Hinsicht nützlich für den Beruf sein, aber das wird oft zu wenig gewürdigt. Das Engagement im Sport fördert beispielsweise die soziale Kompetenz, das Sprechen vor Gruppen und die Vermittlung von Werten. Man kann im Sport so viel lernen über Verantwortung und das Miteinander. Große Firmen erkennen das inzwischen immer mehr an, aber es könnte noch viel deutlicher nach außen getragen werden, damit man sieht, was es bewirkt. Es gibt an vielen Stellen noch mehr Möglichkeiten.

 

Waren Sie selbst ehrenamtlich tätig?

 

Ich habe lange Jahre als Trainer im Fußball und Tennis gearbeitet. Im Moment habe ich zwar keine Position, aber das wird definitiv irgendwann wieder der Fall sein.

 

Was macht für Sie den Reiz am Ehrenamt aus?

 

Ich denke, man macht das nicht, weil man bewusst sagt: „Ich möchte mich ehrenamtlich engagieren“. Man macht es vielmehr wegen der Sache, der schlichten Begeisterung für den Sport. Ich bin im Sportverein, seit ich ein kleiner Junge war. Und ich liebe den Wettkampf und die Auseinandersetzung ebenso sehr wie das Gemeinschaftsgefühl und das soziale Miteinander. Jeder Mensch und jede Gruppe ist anders - und mit diesen Menschen umzugehen und die Erfahrung zu machen, wie man jedem einzelnen etwas mitgibt, kann man viel lernen. Das gibt es in dieser Form vielleicht nur im Sport und das ist die Motivation, die einen im Sportverein hält.

 

Ich habe einfach Spaß an der Sache und am Umgang mit Menschen. Ich kann etwas zurückgeben und bekomme dafür aber auch unglaublich viel zurück. Wenn sich Kinder und Jugendliche über einen sportlichen Erfolg freuen, ist das etwas, das jeden Sportler freut, weil man es selbst kennt. Ich denke, insgesamt lernt man im Sportverein für das Leben - und das ist es, was am Schluss übrigbleibt.


Nationalspielerin Lone Fischer im Interview:

- 06.12.2017

„Immer Spaß an der Sache haben, dann ist auch ganz viel möglich“

 

Aus Schleswig in die Bundesliga - und die Nationalmannschaft: Lone Fischer ist dieser Schritt gelungen. Die Linksaußen vom Buxtehuder SV nimmt derzeit mit der Auswahl des Deutschen Handballbundes an der Weltmeisterschaft teil (01. bis 17. Dezember). Derzeit spielt das DHB-Team seine Vorrunde in Leipzig, das Ziel ist das Finalwochenende in Hamburg. Im Interview sprach Fischer über den WM-Auftakt und verrät, was sie noch mit Schleswig-Holstein verbindet …

 

Lone, ihr seid gegen Kamerun mit einem deutlichen Sieg in die Weltmeisterschaft gestartet und habt gegen Südkorea gleich nachgelegt. Was bedeutet dieser gelungene Auftakt für euch?

 

Das ist sehr wichtig für uns, dass wir gegen Kamerun mit einem Sieg rausgegangen sind. Wir wollten uns gleich im ersten Spiel Selbstbewusstsein für die nächsten Aufgaben holen. Ich denke, mit den weiteren Partien kommen schwerere Gegner auf uns zu und daher war es wichtig, sofort positive Momente mitzunehmen sowie sich an die Halle und die Atmosphäre zu gewöhnen.

 

Die Verletzung von Kim Naidzinavicius war in den ersten WM-Tagen das beherrschende Thema. Wie geht ihr als Mannschaft damit um?

 

Es ist natürlich ein Ausfall, den man nie haben will. Er kam so früh, das war für alle ein großer Schock. Wir haben uns am Freitagabend zusammengesetzt und besprochen, dass wir trotzdem unser Ziel nicht aus den Augen verlieren wollen. Kim war eine überragende Spielerin für uns. Wir müssen jetzt als Mannschaft enger zusammenrücken, um diesen Ausfall zu kompensieren.

 

Gemeinsam mit Angie Geschke teilst du dir bei diesem Turnier die linke Außenbahn, vor einem Jahr bei der EM warst du die einzige etatmäßige Linksaußen. Ist das eine Umstellung?

 

Nein. Angie und ich bilden ein sehr gutes Gespann. Wir sind zwei unterschiedliche Linksaußen, das wird uns und der Mannschaft sicherlich zu Gute kommen. Letztes Jahr war ich zwar die einzige gelernte Linksaußen, das stimmt, aber ich habe mir die Position mit Saskia Lang geteilt. Das war - wie auch jetzt mit Angie - eine gute Kombination. Jeder bringt seine Fähigkeiten mit.

 

Welche Fähigkeiten bringst du aus deiner Sicht mit?

 

Ich denke, das hat man gegen Kamerun schon gesehen (schmunzelt). Gerade im Tempogegenstoß kann ich der Mannschaft viel geben - gerade einfache, leichte Tore, für die ich auch in der Bundesliga bekannt bin.

 

Ein Blick von Leipzig in den Norden: Du kommst aus Schleswig-Holstein, hast dort deine ersten handballerischen Schritte gemacht. Für den Handball bist du umgezogen ins niedersächsische Buxtehude. Wie groß ist die Verbindung nach Schleswig-Holstein noch?

 

Sehr groß. Mein Elternhaus steht in Schleswig, von daher bin ich auch noch häufig im hohen Norden (lacht). Ich habe auch noch Familie in Kiel, daher zieht mich noch ganz, ganz viel dorthin. Die Verbindung ist sehr groß.

 

Du hast mit der Auswahl von Schleswig-Holstein damals den Länderpokal gewonnen - erinnerst du dich noch daran?

 

Ja, klar! Wir sind mit dem Jahrgang 87/88 sehr überraschend Deutscher Meister und es sind Erlebnisse, die ich nie im Leben vergessen werden. Wenn ich - so wie jetzt - daran erinnert werde, denkt ich sehr positiv daran zurück. Es waren tolle Erlebnisse!

 

Schleswig-Holstein wird oft als Handballland bezeichnet. Kannst du dem zustimmen?

 

Ja, ich würde das unterschreiben. Gerade im Männerbereich mit Flensburg und Kiel weiß man, dass es stimmt. Auch die Handballförderung wird ganz groß geschrieben, auch ich habe dort ja den Grundstein für meine Karriere gelegt.

 

Du hast dich hochgearbeitet - Oberliga, Regionalliga, Bundesliga. Hättest du dir damals, als du in Schleswig angefangen hast mit Handball, erträumt, jetzt hier bei einer Weltmeisterschaft im eigenen Land zu stehen?

 

Nein, definitiv nicht (lacht). Ich habe alles Step-by-Step aufgebaut und angenommen. Es hat mich damals schon riesig gefreut, dass ich den Schritt in die Bundesliga geschafft habe, was auch kein leichter Weg war. Es hat dann auch einige Jahre gedauert, bis ich mich dort etablieren konnte. Über die Jahre hinweg habe ich dann meine Leistung gezeigt und bin jetzt einfach froh, dass ich hier bei der Heim-WM stehen darf.

 

Wenn eine Auswahlspielerin aus Schleswig-Holstein jetzt sagt: „Ich will das auch schaffen“: Welchen Rat bzw. Tipp würdest du ihr geben?

 

Ich glaube, dass man immer Ziele haben sollte, aber diese Step-by-Step aufbauen muss. Immer einen Schritt nach dem anderen weiterzugehen - so, wie ich es gemacht habe - ist aus meiner Sicht sinnvoll. Ich bin damals von Schleswig nach Owschlag, um im Frauenbereich eine Klasse höher spielen zu können und habe mich dann dort weiterentwickelt. Ich finde es zudem ganz wichtig, den Spaß und die Leidenschaft nicht zu verlieren. Den Handballsport so auszuführen, ist sehr zeitaufwendig und wenn man da nicht mit Spaß dabei ist, kann man seine Leistung auch nicht mehr bringen. Daher: Immer Spaß an der Sache haben, dann ist auch ganz viel möglich (schmunzelt).


DHB: Stellenausschreibung

- 30.11.2017

Der Deutsche Handballbund e.V. ist der weltgrößte Handballverband und einer der größten Sportfachverbände in Deutschland. Für die Führungsebene des Verbandes sucht der DHB am Verbandssitz in Dortmund eine/einen

 

Vorstand Mitglieder (w/m)

 

Dem Vorstand Mitglieder sind die Fachbereiche Mitgliederentwicklung, Jugend, Bildung, Schule, Amateur- und Breitensport, gesellschaftliche Verantwortung sowie Frauen zugeordnet. Sie sind Mitglied des fünfköpfigen geschäftsführenden Vorstandes des Verbandes.

 

zur Stellenausschriebung hier klicken...


Frohe Weihnachten!

- 30.11.2017

Liebe Sportfreundinnen,

Liebe Sportfreunde,

 

die Geschäftsstelle und die Pass-Stelle des HVSH sind

vom 23.12.2017 bis einschl. 07.01.2018 geschlossen.

Wir wünschen Allen ein ruhiges, besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.


EDV-Umstellung beim HVSH

- 30.11.2017

An diesem Wochenende erfolgt eine EDV-Umstellung.

 

Aus diesem Grund werden uns ab Freitag, 01.12.2017 im Laufe des Tages die HVSH-E-Mailadressen nicht mehr übermittelt.

 

Diese werden im Zuge der Umstellung erhalten bleiben und in der kommenden Woche beantwortet und bearbeitet.

 

Im Laufe des Montages, 04.12.2017 werden wir vorraussichtlich wieder wie gewohnt über E-Mail für Euch erreichbar sein.


Trainer-Workshop im Rahmen der Frauen-WM:

- 30.11.2017

Angriff - Kreativität fordern - unberechenbares Entscheidungsspiel und individuelles Wurftraining

 

Zum Jahresende wollen wir Euch gern noch eine besondere Weiterbildung anbieten. Dazu haben wir Euch eine Fortbildung im Rahmen der Frauen-WM am 16.12.2017 in Henstedt-Ulzburg mit zwei TOP-Referenten organisiert.

 

Am Vormittag wird Mike Nahmisah (Handballtrainer und Geschäftsführer vom Team Alberta, Trainer der Kanadischen Frauennationalmannschaft (2015/2016) sowie einer Mannschaft der ersten Division in Norwegen) von 09-12 Uhr zum Thema Komplexes Wurftraining referieren.

 

Im Anschluss wird es um das Thema Kreativität fordern gehen. Dabei wird im Technischen und Taktischen Bereich das unberechenbare Entscheidungsspiel angesprochen werden. Hierbei wird es vor allem eine Rolle spielen, wie man sich ohne Ball positionieren sollte und wie man die Räume angreift. Diesem Thema wird sich Martin Frueland Albersten von 13-16 Uhr annehmen. Martin Frueland Albertsen ist ein Dänischer Trainer, der derzeit den deutschen Erstligisten SG BBM Bietigheim trainiert. Er war in seiner Trainerlaufbahn bereits Headcoach mehrerer Dänische Erstliga-Mannschaften und hat mehrere Nationale Titel gewonnen. Martin Frueland Albertsen ist in Besitz der internationalen Trainerlizenz EHF Master Coach und wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gern sein Wissen weitergeben.

 

Wir freuen uns auf Eure Anmeldungen.

 

Zu den Eckdaten des Lehrgangs:

 

Referent:                    Mike Nahmisah und Martin Frueland Albertsen 

Termin:                      16.12.2017

Uhrzeit:                      09-16 Uhr

Ort:                             Schulzentrum Henstedt-Ulzburg, Maurepass Straße67, 24558 Henstedt-Ulzburg

Anerkennung:           7,5 LE für die B- und C-Lizenz

Kosten:                       75,-€


HVSH FINAL FOUR der Männer 13./14.Januar: Landespokalfinale findet in Grömitz statt

- 24.11.2017

Kiel, 23.11.2017. Am 13. und 14. Januar findet das HVSH Final Four der Männer in der Ostholsteinhalle in Grömitz statt. Der Handballverband Schleswig-Holstein (HVSH) hat die Ausrichtung des Final Four der Männer erneut unter den für das Viertelfinale qualifizierten Vereinen ausgeschrieben. Nachdem die vergangenen beiden Turniere in Neumünster und Kiel stattgefunden haben, haben sich die HVSH-Verantwortlichen nach Berücksichtigung aller Kriterien entschieden, das HVSH Final Four der Männer in Grömitz auszutragen. Neben der Heimmannschaft HSG Ostsee N/G, die aktuell auf dem zweiten Platz in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein steht, haben sich noch die Schleswig-Holstein-Ligisten HSG Marne/Brunsbüttel, TSV Mildstedt und HC Treia/Jübek qualifiziert.


Für Samstag, dem 13. Januar hat die Auslosung folgende Halbfinalspiele ergeben:

 

HSG Marne/Brunsbüttel gegen TSV Mildstedt

HSG Ostsee N/G gegen HC Treia/Jübek

 

Am Sonntag, 14. Januar werden das Spiel um Platz 3 und das Finale ausgespielt.

 

Die jeweiligen Anwurfzeiten werden in Kürze festgelegt.

 

Neben spannenden Spielen erwartet die Besucher ein attraktives Rahmenprogramm: Zu jedem Spiel gibt es ein Tippspiel, bei dem die Gewinner Preise wie beispielsweise Bundesliga-Tickets für Spiele des THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt gewinnen können.

 

Eintrittskarten gibt es unter T: 0431-6486-177 oder an der Tageskasse.

 

Weitere Informationen auf: www.hvsh.de/FinalFour oder auf facebook

 

Für Rückfragen:

 

Sport- und Event-Marketing Schleswig-Holstein GmbH

Stephan Zeh

Email: s.zeh@semsh.de

Tel.: 0431/6486-177

Mobil: 0171-333 26 63

 

 


 
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