Schliessen

Junge SR bilden sich auf dem internationalen Jugendturnier in Dortmund fort!

- 30.04.2015

Auch in diesem Jahr waren wir mit Schiedsrichtern der HSG Kremperheide/Münsterdorf auf dem Jugendturnier in Dortmund vertreten. Vor Ort wurden die Gespanne aus den Bereichen des HVSH und Berlin in verschiedene Hallen aufgeteilt. Dann sind sie selbst für alles Weitere verantwortlich. Die komplette Organisation, Einteilung wer welche Spiele pfeift, wie es mit dem Essen organisiert wird u.v.m. obliegt den Schiedsrichtern. Anschließend gab es ein gemeinsamen Snack, bei dem sich die SR aus dem Bereich des HVSH und Berlin besser kennen lernen konnten. Dieser "Kennlernteil" ist auch wichtig, damit an den kommenden beiden Tagen vertrauensvolle Kritikgespräche geführt werden können.  Anschließend ging es dann auf die Fahrt zu den Unterkünften.

Am Samstag ging es bereits um 06:30 Uhr zum Frühstück in eine Schulmensa. Von dort aus wurden wir dann in die Hallen verteilt.

Während es für Keith und Timo auf diesem Turnier um die Bestätigung der guten Saison und die Möglichkeit ging, in den Wachwuchskader A  des HVSH aufzusteigen, sollten Moritz und Max, nachdem sie sich zu Jahresbeginn neu gebildet hatten, um eine intensive Zusammenarbeit und damit ein noch besseres Auftreten im Nachwuchskader B des HVSH  gefördert werden. Für Schiedsrichter sind diese Art von Turnieren die beste Möglichkeit, um sich entsprechend fort zu bilden. Nach jedem Spiel gibt es zunächst ein Kritikgespräch mit den anderen SR-Teams, die in der Halle waren. Am Ende fasst ein erfahrener SR-Coach die wesentlichen Punkte zusammen. Bereits im nächsten Spiel haben die SR dann die Möglichkeit, die angesprochenen Punkte zu ändern. bzw. selbst etwas auszuprobieren. Durch diese intensive Schulung machen die SR-Gespanne innerhalb kürzester Zeit extreme Fortschritte.

Am Samstag Abend gibt es einen Betreuertreff, bei dem die Schiedsrichter ebenfalls eingeladen sind. Bei Schnittchen und Getränken hat man hier die Möglichkeit noch das ein oder andere Kritikgespräch zu führen. Zu später Stunde geht es dann wieder in die Unterkünfte, um dann am Sonntag die Platzierungsspiele und die Endrundenspiele zu pfeifen.

Aus sportlicher Sicht war es für Keith und Timo ein sehr guter Erfolg, wurde sie mit der Leitung des Endspiels der weiblichen Jugend B beauftragt. Ein tolles Erlebnis vor einer sehr großen Zuschauerkulisse dieses Spiel leiten zu dürfen. 

Fazit:

Es waren zwei erschöpfenden und lehrreichen Tagen, an denen der Spaß aber nicht zu kurz kam!  Und wir waren Teil eines sehr harmonischen SR-Teams.

 

Vielen Dank an all diejenigen, die uns dieses Erlebnis ermöglicht haben.

Würden wir gefragt werden, ob wir wieder dabei sein möchten:

 

Auf jeden Fall !!!

sagen Moritz & Max und Keith & Timo


Ein Erlebnisbericht eines altgedienten Schiedsrichtergespanns

- 16.12.2013

... eher "am Ende der Karriere angelangt" ...

Es war wieder einer dieser Tage. Es ist Freitag. Ich komme von der Arbeit, schnell was essen, dann mit der Tochter zum Kinderturnen und noch zum Einkaufen. Morgen, so habe ich es meiner Tochter versprochen, soll es Pizza geben. Ich stehe gerade im Laden und wir packen das Mehl in den Einkaufswagen, da klingelt mein Handy. Rufnummer unterdrückt. Das kann nur der Rasmussen sein, denke ich so, nehme das Gespräch an und es ist tatsächlich unser „dänischer“ Oberansetzer für die Oberliga HH/SH. Ob ich morgen früh um 11:00 Uhr Zeit hätte. Ich denke so: „Morgen früh, was will er jetzt von mir, eigentlich nein, ich habe versprochen Pizza zu machen...“ Also frage ich höflich und etwas reserviert, was er denn von mir wolle. Er sagt, wir mögen doch bitte einen Spielauftrag in Buxtehude übernehmen. Der Film in meinem Kopf geht weiter: „Was sollen wir bitteschön in Buxtehude, den Wettlauf zwischen Hase und Igel pfeifen, hat er da keine anderen Kollegen?“ Dann knallt die Peitsche, und die knallt bekanntlich immer am Ende. Er sagt, da wäre ein Freundschaftsspiel zu pfeifen, 1. Frauenbundesliga, zwischen Buxtehude und Blomberg/Lippe. Ob wir das übernehmen wollten? Klar wollen wir! Das müssen wir wollen. Aber was sagt die nach Pizza strebende Tochter, was die Frau, die mich schon am Nachmittag entbehren muss, weil da der nächste Pfeifauftrag in der Oberliga auf uns wartet?

Schnell den Rest eingekauft – ab nach Hause. Frau muss informiert werden. Aber geht das überhaupt? Schließlich warten die häuslichen Pflichten nicht nur auf sie. Die Frau ist irgendwie auch ein wenig stolz. Bei meinem Gespannpartner ist es gleich. Als er am nächsten morgen das Haus verlässt, bekommt er von seiner Frau ein herzliches: „Viel Spaß!“, mit auf den Weg. Das haben wir noch bei keinem anderen Spiel von unseren Frauen so deutlich gehört … Warum auch?

Um 10:00 Uhr betreten wir die Halle in Buxtehude. Ausgiebig haben wir uns im Auto über unsere Linie für das Spiel auseinandergesetzt. Welche Progressionslinie, wie bewerten wir das Kreisläuferinnenspiel und wie wollen wir mit der Einflussnahme der Trainer umgehen?

Wir ziehen uns um und machen uns warm, sehr ausgiebig sogar. Man, sind wir aufgeregt!

Dann geht es los, die Mannschaften werden von uns auf die Platte geführt. Ich bringe mein obligatorisches: „Wir beginnen das Spiel mit …..“ Sagt eine: „Oh, das habe ich ja schon lange nicht mehr gehört!“ Zweifel kommen auf. Wo bin ich und was machen wir hier eigentlich?

Das Spiel geht los. Und zwar heftig. Kommt uns nicht wie ein Freundschaftsspiel vor. Hammerhartes Kreisläuferinnenspiel, sind wir so nicht gewohnt. Die testen uns. Was lassen wir zu, wann fangen wir an etwas zu unterbinden. Keine leichte Aufgabe! Jede Entscheidung wird kommentiert, sowohl von der Bank als auch von den Spielerinnen. Und das macht uns zu schaffen. Wir müssen uns in das Spiel rein kämpfen, damit es uns nicht aus den Händen gleitet. Jeder Angriff einer der Mannschaften sieht schrittverdächtig aus. Solche Schrittfolgen haben wir noch nie gesehen. Und wir liegen bestimmt oft daneben. Macht nichts, es muss weitergehen. Buxtehude liegt zurück, holt dann auf, es ist Pause und es steht 15:15. Wir haben in der Pause dringenden Gesprächsbedarf. Was wollen wir anders machen? Aber können wir unsere „Linie“ überhaupt noch verändern? Die Pause ist viel zu kurz um richtig gut vorbereitet in die 2. Halbzeit zu gehen. Und dann geht es genauso weiter. Aber wir reden viel mit den Spielerinnen und den Trainern und kämpfen uns weiter von Entscheidung zu Entscheidung. Das Spiel ist zu Ende. Endstand 26:26. Wir gehen duschen. Froh, dass es „endlich“ zu Ende ist.

Es folgt die 3. Halbzeit: Die Besprechung mit den Trainern, die wir von ihnen eingefordert hatten. Und die hat es in sich. Ziemlich konkret wird uns klar gemacht, was uns nicht gut gelungen ist. Auf einer sehr sachlichen Ebene. Die sparen nicht mit Kritik. Aber zum Glück auch nicht mit wirklich ernst gemeinter positiver Kritik. Wir sitzen mit großen Ohren da und versuchen zu verstehen, versuchen das Erlebte zu verarbeiten. Und tatsächlich: Das Kreisläuferinnenspiel und die Schritte werden angesprochen. Aber auch unsere „gute“ Persönlichkeit (hört sich doch irgendwie komisch an), die sich in unserer Kommunikation mit Spielerinnen und Trainern gezeigt hätte. Fertig. Ab nach Haus. Das nächste Siel wartet schon, die Pizza auch!!!

Danke für dieses Erlebnis, danke für diesen Höhepunkt in der handballerischen Karriere und danke für dieses tolle (Vor-)Weihnachtsgeschenk. Danke für die sachliche Kritik und die Möglichkeit, das Erlebte mit den Trainer zusammen zu verarbeiten. Danke an Kurt und unsere Frauen, und auch an alle Anderen, die uns dies ermöglichten!!! Was für ein tolles Erlebnis! Davon werden wir bestimmt noch unseren Enkeln erzählen, wenn wir mal wieder Pizza mit ihnen machen... 

Olaf Bruse und Steffen Engel (Leistungsgruppe 4. Liga)


SR: Erlebnisbericht Spanien 2013

- 23.07.2013

Der Granollers-Cup 2013 in Granollers, Spanien war für mich und meinen Gespannpartner die erste Lehrmaßnahme durch den HVSH und es war ein Erlebnis das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Wir starteten unseren Trip am 25.06.2013 im hohen Norden und fuhren Richtung Bremen um dort in unserem Hotel die letzten Stunden vor dem Abflug zu verbringen und uns schon mal seelisch auf das bevorstehende Turnier und die damit verbundenen Herausforderungen vorzubereiten. Am nächsten morgen um 5:15 war dann der Check-In am Flughafen, dort trafen wir auch zum ersten mal unseren Ausbilder und das zweite Gespann das uns auf diesem Trip begleitete. Wir flogen also um 6 Uhr in Bremen ab und landeten um ca. halb 10 in Spanien. Wir bekamen dann unseren Leihwagen und fuhren als erste Amtshandlung auf spanischem Grund und Boden nach Lloret de Mar.

Um 12 ging es dann Richtung Granollers und von der Haupthalle aus ins Hotel.

Donnerstag standen somit die ersten Spiele an und der sehr körperbetonte und stark 1 gegen 1 orientierte Handball der Spanier sorgten bei mir zu erst für Verwirrung. Doch nach den ersten beiden Spielen war man dann mit der Materie vertraut und konnte sich gut auf das Spiel der spanischen Mannschaften einstellen. Dennoch war es immer wieder ein Genuss hin und wieder mal eine Mannschaft aus dem skandinavischen Raum zu pfeifen und den Handball der Heimat zu sehen.

Aber bereits an diesem Abend zeichnete sich ab das mein Gespannpartner das Turnier nicht bis zum Ende durchziehen konnte. Am nächsten Tag schoss ihn dann zum allen Überfluss auch noch die Hexe und das Turnier war für ihn gelaufen zum Glück sprang dann unser Coach und ein Kollege aus dem anderen Gespann ein und ermöglichten es zumindest mir das Turnier doch noch erfolgreich zu ende zu bringen.

(Vielen Dank dafür :) !!!) So ging es dann die nächsten Tage weiter und ein weiteres Highlight war noch für uns vorbereitet. Manfred Prause der Schiedsrichterwart der IHF war aufgrund eines Lehrgangs, das bei diesem Turnier abgehalten wurde, anwesend. So bekamen wir die Möglichkeit mit dem wichtigsten Schiedsrichter der Welt zu reden. Von ihm bekamen wir dann nützliche Tipps und einen festen Händedruck.

Alles in allem war dieses Turnier für mich etwas ganz besonderes die andere Kultur, die andere Philosophie von Handball und die netten Menschen machten diesen Ausflug zu etwas ganz besonderem.

Gespanne : Lach/Kanzmeier, Emcke/Roß,Coach Lars Erichsen

Turnier : Granollers-Cup 2013 26.06.2013-30.06.2013 

Autor : Daniel Roß


Erlebnisbericht NVB-Cup Nordhorn 2013 (Ostern 2013)

- 15.05.2013

Für meinen Gespannpartner und mich war es die erste Maßnahme dieser Art. Entsprechend war die Motivation hoch, ebenso aber auch bei den anderen beiden Gespannen. Nach unkomplizierter Anfahrt am Karfreitag und anfänglicher Verwirrung bei der Zimmerbelegung, fanden wir dann doch noch die richtige Unterkunft, die insgesamt völlig zufriedenstellend war.

Am Samstag standen die ersten Partien an, für einige schon gleich mit Turnierstart, so dass wir früh aufbrechen mussten. In allen Altersklassen hatten wir bis dato selten bis nie Spiele auf einem solch hohen Niveau leiten dürfen. Durch den Ausfall von FA Göppingen und die eingesprungene „Nord-Auswahl“ wurde der Schnitt zwar etwas gesenkt, doch Alles in Allem war es ein sehr hochklassiges Turnier. Nach fast jedem geleiteten Spiel hat man Rückmeldung bekommen, sei es von Schiedsrichterkollegen oder Coaches. Das hat maßgeblich dazu beigetragen, dass wir uns im Gespann besser gefunden haben. Primär thematisiert wurden viele wichtige Kleinigkeiten, wie Absprache auf dem Feld untereinander, Stellungsspiel etc., was dann unmittelbar im nächsten Spiel umgesetzt werden konnte – ein großer Vorteil von Turnieren. Vor allem dieser direkte Austausch hat uns einige Schritte nach vorn gebracht. Am abendlichen Kameradschaftsabend konnte der Tag in entspannter Atmosphäre noch einmal Revue passiert werden lassen.

Der Sonntag verlief ziemlich ähnlich wie der Samstag. Hier wurde allerdings die mentale und körperliche Ausdauer der Schiedsrichter noch mehr auf die Probe gestellt, denn die Belastung bei einem solchen Turnier ist eine andere als bei einem einzelnen Punktspiel.

Die noch anstehende Video-Analyse wird sicherlich auch einige aufschlussreiche Szenen bieten, da man ja sonst nicht unbedingt die Möglichkeit hat, sich selbst beim Pfeifen zuzusehen.

Abschließend kann man sagen, dass der NVB-Cup für mich und uns eine gelungene Maßnahme war, die uns im Team, als auch von der Qualität einiges gebracht hat. Der Dank gilt hier auch noch einmal Ralf Rathje, der uns während der Maßnahme betreut hat und freuen uns bereits auf weitere dieser Art!

Lasse Quarck   (Gespann Quarck / Weiss, KHV Flensburg)

 

Auszug Tages-Bericht, Sa. 30.03.2013  (Nils Müller, Gespann  Brandes / Müller, HG Region Förde)

Der Morgen startete für einige von uns recht früh (8:00h), sodass wir alle frühzeitig zu den Sporthallen aufbrechen mussten. Das Niveau der Mannschaften war sehr hoch und die Spielzeiten entsprechend lang. Jedes Gespann von uns musste und durfte an diesem Tag pro Altersklasse ein Spiel leiten.

Ralf, aber auch die anderen anwesenden Schiedsrichter, haben uns immer wieder hilfreiche Tipps gegeben um in kniffligen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren, echte Gemeinschaftserfahrung!

Am Abend haben wir noch das Spiel der 2. Bundesliga zwischen der HSG Nordhorn-Lingen und dem SC DHfK Leipzig angeguckt, bevor es dann wie am Vorabend in den Pier 99 ging um den Abend mit den weiteren Schiedsrichterteams ausklingen zu lassen. 

 


SR: Rødspætte Cup, Frederikshavn, Dänemark

- 17.04.2013

Der Rødspætte Cup in Frederikshavn war die erste große Lehrmaßnahme für uns vier Junggespanne aus Schleswig-Holstein.

Am 28.03.13 starteten wir um 13:30 Uhr vom "Exer" in Kiel in Richtung Dänemark. Nach langer Fahrt in den Norden Dänemarks trafen wir gegen 18 Uhr an der Arena Nord, der Haupthalle des Turniers, in Frederikshavn ein. Rechtzeitig um noch die große Eröffnungsfeier mitzuerleben. Alleine für diese Feier hatte sich die Anfahrt schon gelohnt.

An dem diesjährigen Turnier nahmen knapp 300 Mannschaften aus 6 Nationen teil. Am späten Abend trafen dann die letzten Gespanne sowie die Coaches für das Wochenende, Lars Erichsen und Raphael Piper, an unserer Unterkunft ein.

Am 29.03.13 leiteten wir dann unsere ersten Spiele des Turniers. Das hohe technische Niveau und das schnelle Spiel, vor allem der skandinavischen Mannschaften, erforderten höchste Konzentration. Diese Tatsachen machten das Turnier zu einer mentalen und physischen Herausforderung. Umso bemerkenswerter, dass eines unserer Gespanne (Lorenzen/Erichsen aus Tarp) mit der Leitung eines "Länderspiels" beauftragt wurde. Diese "Länderspiele" werden parallel zum Turnierbetrieb organisiert und finden als extra Event in der Arena Nord statt.

Die ersten Spiele starteten am Freitag um 8 Uhr, wobei an 15 Spielstätten gleichzeitig angepfiffen wurde. Insgesamt pfiff jedes Gespann bis zu 10 Spiele an den 3 von 4 Turniertagen. Die Spiele dauerten 30 Minuten, nach den Spielen lies man dies noch kurz Revue passieren, um dann erneut zu starten. An jedem Abend eines Spieltages kamen wir in unserer Unterkunft zu einer Besprechung des Tages zusammen, in der wir aufgenommenen Videos (per Kopfkamera aufgenommen) analysierten und von den Coaches zahlreiche Tipps für unser Pfeifen bekamen.

Am Sonntag wurden dann die letzten Spiele von uns geleitet, da am Montag die Finalspiele ausschließlich von dänischen Schiedsrichtern geleitet wurden, welche auch im normalen Turnierverlauf vom dänischen Handballverband angesetzt wurden.

Unter dem Strich war die Teilnahme an der Lehrmaßnahme für uns ein voller Erfolg für uns, die uns gut auf den Rest der Saison vorbereitete und für die nächste Saison auf technische Fehler sensibiliserte.

Einen besonderen Dank nochmal an Lars Erichsen und Raphael Piper, die uns super unterstützt und gelehrt haben, sowie die mitreisenden Gespanne. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht und im nächsten Jahr wären wir gerne wieder mit dabei.

Sportliche Grüße und eine erfolgreiche nächste Saison.

Patrick Setter und Jan-Henrik Kotzur

Coaches: Lars Erichsen und Raphael Piper

Gespanne: Thore Erichsen/Leroy Lorenzen, Fabian Richter/Jonathan Waldeck, Sören Lach/ Konstantin Kanzmeier, Jan-Henrik Kotzur/Patrick Setter


Erfahrungsbericht Do-Cup 2013 - Systemanalyse / Coaching

- 09.04.2013

Vom 22.03. - 24.03.2013 nahmen erneut Schiedsrichter des HVSH gemeinsam mit anderen Schiedsrichtern der Handballverbände Berlin, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen am Do-Cup der DJK Oespel-Kley in Dortmund teil. Das Turnier wurde in den Spielklassen der weiblichen und männlichen B- und A-Jugend ausgespielt.
Dem Schiedsrichterkontingent wurden insgesamt drei Hallen zugewiesen, in welcher die Spiele an beiden Tagen vollständig geleitet wurden. Die Spielzeit betrug in der Vorrunde 1x12 Minuten, in der Zwischenrunde 1x20 Minuten und in den Finalspielen 2x12,5 Minuten. Jedes Gespann musste insgesamt zwischen 12 und 15 Spiele leiten.
Der Ausbildungsstand der Schiedsrichter war sehr unterschiedlich; so nahmen sowohl junge Teams, die gerade ihre Schiedsrichterausbildung absolviert hatten, als auch erfahrenere Teams, die bereits in der 4. Liga Erfahrung sammelten, teil. Der Unterschied ist grafisch am Beispiel des HVSH noch deutlicher abzubilden:

Link zur Grafik...

Die unterschiedliche Mischung der Ausbildungsstände hat sich als sehr positiv bereits in den Vorjahren erwiesen. Die Teams unterstützen sich gegenseitig, der Coach musste in den wenigsten Fällen zu längeren Ausführungen ansetzen und nahm eher die Funktion eines Moderators ein. Dadurch ist eine flache Hierarchie entstanden, die alle Beteiligten (Schiedsrichter und Coaches) zu Partnern und nicht zu Vorgesetzten und Untergebenen machte. Dieses wirkte sich - wie auch schon bei vergangenen Maßnahmen - einerseits auf die Stimmungen unter den Schiedsrichtern, aber insbesondere auf die Leistung der jeweiligen Teams aus. Bei allen Teams war eine positive Entwicklung festzustellen, die Leitung der Spiele fiel jedem Gespann mit jedem Spiel leichter, auch wenn sich gegen Ende eine (verständliche) Müdigkeit einstellte, was aber nach ca. 10 Stunden in einer Sporthalle als normal einzuschätzen war.
Das Zusammenspiel der Kräfte kann grafisch wie folgt dargestellt werden:

Link zur Grafik...

Der persönliche Kontakt auch außerhalb der Halle ist einer der wichtigsten Punkte und soll daher auch an dieser Stelle explizit genannt werden. Die Beobachtung der Vergangenheit hat sich auch in diesem Jahr bestätigt: Auf den Maßnahmen werden Bekanntschaften und Freundschaften geschlossen, die zu einem Gemeinschaftsgefühl als Gruppe führt: "Wir sind die Schiedsrichter und wir sind keine Einzelkämpfer!"

Hierdurch wird ein Unterbau geschaffen, der tendenziell zusammenhält und sich nicht im Konkurrenzkampf gegenseitig den Erfolg neidet. Diese Tendenz der Vor-Vergangenheit hat dazu geführt, dass insbesondere im Bereich der früheren Oberliga Schleswig-Holstein (bis 2010) die Schiedsrichterteams sich eher als Konkurrenten, denn als Team gesehen haben - nur der Aufstieg in die höheren Kader zählte und nicht das gemeinsame Erlebnis "Schiedsrichter". Dieses Verhalten hat sich - wie bereits ausgeführt - deutlich minimiert und ist nur noch in Randbereichen des Kaders der 4. Liga festzustellen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die durchgeführten Maßnahmen insgesamt große Erfolge darstellen, welche weiter ausgebaut werden sollten. Auch ist es empfehlenswert die Kreise intensiv mit einzubinden - der Nachwuchs kann sich schlussendlich nur aus den Kreisen rekrutieren.

Schleswig, 07.04.2013
Henning Recktenwald


Erlebnisbericht der Schiedsrichterteams zum DO-CUP 2013

- 09.04.2013

Vom 22.03.2012 bis zum 25.03.2012 trafen sich über 85 Mannschaften aus Deutschland, den Niederlanden und Serbien um den 17. DO Cup in Dortmund in den jeweiligen Jugendaltersklassen  auszuspielen. Ein Wochenende, an dem der Sport bei den A-und B-Jugendlichen Spielerinnen und Spielern absolut im Vordergrund stand. Zu diesem großen Internationalen Handballevent trafen sich auch über 30 junge Handballschiedsrichter aus dem Nord/Ostdeutschen Raum, um Spiele zu leiten, Erfahrungen und Tipps auszutauschen aber vor allem um eine Menge Spaß bei den Spielen und auch in der Gemeinschaft zu haben.Das erste Treffen der Jungschiedsrichter ereignete sich am Freitag Abend in einer Dortmunder Lokalität. Bei Currywurst und Jägerschnitzel lernte man sich erst einmal kennen, ehe es wenig später zur vorher angekündigten Vollversammlung kam. Die Schiedsrichtercoaches, die uns während dieses Wochenendes mit nützlichen Tipps gut betreuen sollten, stellten sich vor, ehe das Konzept des Wochenendes vorgestellt wurde.

Der Dreh-und Angelpunkt dieses Wochenendes sollte zum einen die Persönlichkeitsbewertung der Schiedsrichter während des Spiels sein, welche von den Coaches, aber auch von den einzelnen Schiedsrichtergespannen auf einem Bewertungsbogen festgehalten werden sollte. Zum Anderen stand die Selbstorganisation im Vordergrund, stehen doch viele der Jungschiedsrichter vor dem Sprung in höhere Leistungsebenen und somit auch vor einem noch größeren Sprung in die Selbstständigkeit. Die Gespanne wurden in die verschiedenen Hallen zu den verschiedenen Coaches eingeteilt, welche nicht unbedingt die des eigenen Landesverbandes sein sollten, was aber in der Allgemeinheit in keiner Weise als störend, sondern eher als nützlich und fördernd empfunden wurde. Dann ging es in die Pensionen, sollten uns doch zwei anstrengende Tage bevorstehen. Der Samstag begann für die Jungschiedsrichter sehr früh. Um 6 Uhr aufstehen, um 7 Uhr ging es zum Frühstück. Das klang für viele vielleicht hart, jedoch musste man sich an diesen strengen Zeitplan halten, sollten um 8 Uhr morgens doch schon die ersten Spiele in den Sporthallen angepfiffen werden, die quer durch ganz Dortmund verstreut lagen. Dem Rotationsprinzip folgend, wurden die Spiele von den Jungschiedsrichtern geleitet. In jeder Halle waren 3 bis 5 Schiedsrichtergespanne am Werk. Es kam also durchaus vor, dass einzelne Schiedsrichter an diesem Tag 10 Spiele ( immer jeweils 12 bis 15 Minuten Spielzeit ) leiteten. Selbstdisziplin, gerade an den Abenden vor den Spielen, waren also sehr wichtig, um diese anstrengenden Tage durchzustehen. In den Hallen selbst, meist direkt nach den Spielen, wurden die Spiele  mit den Coaches und Gespannen analysiert und ausgewertet. Dies erwies sich zumeist als sehr nützlich, da man in den darauffolgenden Spielen sofort versuchen konnte einzelne Kritikpunkte und Tipps erfolgreich umzusetzen. Dies beschleunigte den Lernprozess enorm, konnte man bei vielen Gespannen während der nächsten Spiele eine stetige Weiterentwicklung erkennen. Am Abend gab es die zweite Vollversammlung der Jungschiedsrichter, ehe man sich auf das Betreuertreffen begab, wo man sich mit den Schiedsrichtern des West– und Süddeutschen Raumes sowie aus Holland, aber auch mit den Trainern und Betreuern der Mannschaften beliebig auseinandersetzen konnte. Auf dieser Vollversammlung wurde ein kurzes Resümée gezogen und die Schiedsrichter wurden für den Sonntag in ihre jeweiligen Hallen eingewiesen. Anschließend ließ man den Abend ausklingen,stand doch noch ein anstrengender Spieltag bevor. Der Sonntag startete nicht anders als der Vortag, jedoch war die Erschöpfung von Samstag nun in den Knochen. Dies hinderte die Jungschiedsrichter jedoch nicht, einen kühlen Kopf zu bewahren und auch die Spiele dieses Sonntages erfolgreich zu bestreiten, ehe es auf den Weg Richtung Heimat ging. Einige Schiedsrichter hatten nämlich noch einen weiten Rückweg vor sich und sollten erst Spät in der Nacht zum Montag wieder in ihrer Heimat ankommen.

Schlussendlich muss man hervorheben, dass dieses Abenteuer nicht nur hilfreiche Tipps zur Weiterentwicklung der einzelnen Gespanne mit sich brachte, sondern dass auch Freundschaften unter eben jenen Jungschiedsrichtern entstanden sind. Jeder konnte für sich aus diesem Wochenende nützliche Eindrücke und Tipps mitnehmen und einige Gespanne durften ihr Können sogar vor einem nicht gerade kleinem Publikum schaulustiger Handballfreunde beweisen. Für alle war dies ein großer Schritt vorwärts, in ihrer noch jungen Schiedsrichterkarriere. Ein großer Vertrauensbeweis für die Gespanne ist die Tatsache, dass die Leistungen von allen Schiedsrichtercoaches und Trainern der Handballmannschaften sehr gelobt worden sind. Allgemein bewerteten die Trainer das Konzept als sehr praktikabel und zukunftsweisend, weswegen sie dieses auch fördern und in ihre Regionen und Landesverbände transportieren und integrieren möchten.

Die SR waren:

Christopher Witt/Florian Selau, Ole Westermann/Timo Potzwa, Sebastian Guericke/Konstantin Großer (alle HV Berlin), Michael Nordmann/Melf Ruhland, Marten Most/Kyle Stabenow, Keith Stabenow/Timo Wipper (alle KHV Steinburg - HV Schleswig-Holstein), Fabian Riehn/Benjamin Riehn (HV Niedersachsen), Karsten Bräunlich/Björn Dahncke, Yannic Engelmann/Marcel Kerner (alle Spielbezirk Dessau - HV Sachsen-Anhalt), Marcel Voß/Pascal Voß, Lena Ehmke/Vanessa Meyer, Julius Buldmann/Marco Schulz, Pascal Fisahn/Steffen Massen (HV Schleswig-Holstein)

Coaches:

Henning Recktenwald (auch Medien), Thomas Schliemann, Frank Wipper (HV Schleswig-Holstein), Manfred Starke (HV Berlin), Uwe Geyer (Spielbezirk Dessau - HV Sachsen-Anhalt), Gerald Heldt (KHV Stadt Frankfurt-Oder - HV Brandenburg), Sandro Berg (Koordinator – HV Schleswig-Holstein).

Herzliche Grüße

Timo Potzwa


 
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